SV Sandhausen

Fußball Sandhausen will am Freitag gute Form bestätigen

Emotionales Wiedersehen beim Derby in Karlsruhe

Karlsruhe.Fast eine komplette Elf kommt zusammen, wenn man alle Angestellten des Karlsruher SC zusammenzählt, die eine Vergangenheit beim SV Sandhausen haben. Allen voran natürlich Cheftrainer Alois Schwartz, der von 2013 bis 2016 erfolgreich am Hardtwald arbeitete und dreimal in Folge den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga schaffte: „Es war eine nicht einfache, aber schöne und lehrreiche Zeit für mich“, sagt der 52-Jährige, für den der SVS die erste Station im Profibereich war. Deshalb ist es für ihn etwas Besonderes, dass die nordbadschen Clubs am Freitag (18.30 Uhr) im Derby aufeinandertreffen.

Es schwingt sogar etwas Stolz mit, wenn Schwartz zurückblickt: „Wir haben damals den Grundstein dafür gelegt, wo der SV Sandhausen heute ist.“ Mit vergleichsweise geringen Mitteln habe der Verein die Liga gehalten. Kontakte zum SVS gibt es nach wie vor – etwa zu seinen Co-Trainern Gerhard Kleppinger, Daniel Ischdonat, seinem damaligen Kapitän Stefan Kulovits und Mittelfeldspieler Denis Linsmayer.

Wer ersetzt Förster?

Zu Linsmayer hat KSC-Leistungsträger Marco Thiede noch einen ganz engen Draht. Der Außenverteidiger ist neben Daniel Gordon, Damian Roßbach, Manuel Stiefler und Nachwuchsstürmer Mailik Batmaz einer von fünf KSC-Profis mit Sandhausen-Vergangenheit. „Denis ist einer meiner besten Freunde“, sagt Thiede über Linsmayer. Regelmäßig telefonieren sie miteinander. „Diese Woche wollte ich aus ihm etwas herauslocken und er aus mir“, lacht der 27-Jährige, der gerne gewusst hätte, wer für den zum VfB Stuttgart abgewanderten Philipp Förster im offensiven Mittelfeld des SVS auflaufen wird. Aber Linsmayer hielt dicht.

Schwartz nimmt es, wie es kommt. Neben den Alternativen Philipp Türpitz und Neuzugang Hakimi, könnte er sich auch vorstellen dass Rúrik Gislason in die Mitte rückt und Robin Scheu die Außenbahn einnimmt. Aber für ihn gilt ohnehin die Devise: „Einstellung geht vor Aufstellung.“ Das sieht auch Marco Thiede so: „Viel spielt sich im Kopf ab, dann ist es egal, mit welchem System wir spielen.“

Für Schwartz ist es übrigens keine Überraschung, dass Sandhausen so weit vorn steht: „Das ist eine richtig gute Mannschaft, ein gewachsenes, erfahrenes, kompaktes Team.“ Trotzdem will der nach zuletzt drei Niederlagen in Folge unbedingt im Wildparkstadion punkten. ali/ü