SV Sandhausen

Fußball SV Sandhausen kann Zünglein an der Waage werden

Gemischte Gefühle bei Diekmeier

Archivartikel

Sandhausen.Wird der SV Sandhausen zum großen Spielverderber im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga? Die Großen ärgern, das kann der SVS nämlich, das unterstreicht ein Blick in die Historie: Gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld haben sich die Kurpfälzer zum Beispiel einen Punkt erkämpft. In der Hinrunde den VfB Stuttgart gar mit 2:1 geschlagen und auch an den Hamburger SV, gegen den es am Sonntag um 15.30 Uhr geht, haben die Schwarz-Weißen gute Erinnerungen. Im Dezember trennten sich die beiden Mannschaften 1:1. Dieses Ergebnis würde dem HSV voraussichtlich nicht reichen, um auf den Relegationsplatz zu springen und genau dorthin wollen die Hanseaten, um die Chance zu wahren, ins Oberhaus zurückzukehren.

Das Duell steht deswegen unter einem ganz besonderen Stern. Fußball-Deutschland blickt auf den norddeutschen Traditionsverein, der sich mitten im Kampf um Platz drei befindet. Automatisch rückt dadurch auch der SVS in den Blickpunkt, denn das Team von Trainer Uwe Koschinat könnte dem HSV den Sprung verbauen. Parallel kämpft der 1. FC Heidenheim bei Meister Bielefeld darum, eben jenen Platz zu behaupten. Der Coach der Kurpfälzer erwartet einen dominanten Gegner: „Wir werden auf eine entschlossene Mannschaft mit ganz viel Qualität treffen. Der HSV wird alles daran setzen, den Druck auf Heidenheim zu erhöhen und früh in Führung zu gehen. Dem müssen wir uns entgegenstellen.“

„Keine Kaffeefahrt“

Beim langjährigen Hamburger Dennis Diekmeier – acht Spielzeiten trug Sandhausens Kapitän das Trikot – schlagen am letzten Spieltag der Saison zwei Herzen in der Brust: „Für die Hamburger ist es natürlich schwer. Sie haben sich die Saison anders vorgestellt, aber wir fahren dorthin und wollen gewinnen.“ Er verspricht: „Das wird keine Kaffeefahrt.“

Auch eine Schifffahrt, die von den Hamburger Fans im Vorjahr noch organisiert wurde, wird es 2020 nicht geben. Damals hatten sich die beiden Fanlager gemeinsam eingestimmt. Die Fortführung einer ganz besonderen Beziehung muss also erst einmal warten. Diekmeier bedauert, dass die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte vor leeren Rängen stattfinden wird: „Mit Zuschauern wäre es natürlich schöner.“

Abschied für Roman Hauk

Für Abwehrspieler Roman Hauk steht derweil der vorerst letzte Auftritt im Trikot des SVS bevor. Erst am vergangenen Sonntag hat er als erster Spieler aus der eigenen Talentschmiede sein Debüt in der 2. Bundesliga gefeiert. Trotz der 0:1-Niederlage gegen Dynamo Dresden hat Hauk, der in der neuen Saison für den Regionalligisten Astoria Walldorf auflaufen wird, das Gefühl genossen: „Es war ein Riesenerlebnis für mich. Mit dem ersten Ballkontakt und der ersten guten Aktion, nachdem der erste Pass angekommen war, war die Nervosität schnell weg. Ich werde das nie vergessen.“