SV Sandhausen

Fußball 1:0-Heimsieg über Darmstadt 98

Sandhausen klettert auf Rang zwei

Archivartikel

Sandhausen.Der SV Sandhausen bleibt in der Erfolgsspur: Am Freitagabend gelang der Mannschaft mit dem harterkämpften 1:0 (0:0) gegen Darmstadt 98 der dritte Sieg in Folge. Damit setzen sich die Hardtwälder mit nun 10 Punkten im Vorderfeld der 2. Fußball-Bundesliga fest. „Wir hatten Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Dann haben in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, war SVS-Trainer Uwe Koschinat froh über die Leistungssteigerung nach der Pause.

Er hatte erneut seiner eingespielten Startelf vertraut, die er nur auf einer Position veränderte: Der isländische Nationalspieler Rúrik Gíslason kehrte nach seiner Denkpause wegen eines Trainingsvorfalls zurück.

Die Partie begann mit einem Schreckmoment für Sandhausen: Nach gerade einmal 20 Sekunden tauchte Marvin Mehlem frei vor Torhüter Martin Fraisl auf, schloss aber aus knapp 16 Metern zu zögerlich ab. Doch dieser Auftakt war symptomatisch: Die Gäste aus Südhessen legten los wie die Feuerwehr und hatten durch Herrmann (8.) und Schnellhardt (9.) weitere Chancen. Aber auch Sandhausen war nicht untätig und hatte durch Kapitän Diekmeier (3.) und Engels (12.) zwei gute Möglichkeiten. Nach 20 Minuten war der erste Offensivwirbel der Gäste etwas abgeebbt und der SVS hatte nun mehr Spielkontrolle. Die Partie blieb aber lebendig – was fehlte, war ein Tor.

Lilien-Fans zünden Bengalos

Doch das änderte sich nur zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff: Der seit Saisonbeginn stark aufspielende Erik Zenga verwertete einen abgeblockten Ball zum 1:0 (47.). Die Darmstädter Fans reagierten darauf mit dem Abbrennen von Bengalos und sorgten so für eine kurze Spielunterbrechung. Der nächste Tiefschlag für die Lilien folgte alsbald: Nachdem Palsson den Richtung Strafraum laufenden Gislason ins Straucheln gebracht hatte, kassierte er die Gelb-Rote Karte (58.). Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis reagierte postwendend, brachte zuerst Stark für Schnellhardt, dann Egbo für Heller, der die bis dahin einzige Möglichkeit der Gäste hatte.

Folglich wurde die Partie zwar etwas giftiger, verflachte aber etwas. Sandhausen kontrollierte das Spiel weitgehend, musste aber auch defensiv auf der Hut sein, denn Darmstadt gab sich bis zum Schlusspfiff nicht auf. Behrens hätte in der 74. Minute für eine Vorentscheidung sorgen können. Zhirov rettete dann noch in allerhöchster Not den Sieg, als er sich in den Schuss von Dumic warf (88.). „Wir waren sehr früh gut im Spiel. Aber wir haben halt das Tor nicht gemacht. Dann sind wir kalt erwischt worden. Uns hat einfach die Kaltschnäuzigkeit im Sechzehner gefehlt“, ärgerte sich Grammozis. ali