SV Sandhausen

Fußball Bittere 1:2-Heimniederlage gegen Heidenheim

Sandhausen steckt tief im Abstiegssumpf fest

Archivartikel

Sandhausen.Der SV Sandhausen kommt einfach nicht in die Spur. Trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung zog der Fußball-Zweitligist gestern im Heimspiel gegen Angstgegner 1. FC Heidenheim mit 1:2 (1:2) den Kürzeren und rutschte dadurch auf den 17. Tabellenplatz ab. Die Krux war einmal mehr die Chancenauswertung – nachdem der Ex-Waldhöfer Philipp Förster mit einem Sonntagsschuss die frühe Führung erzielt hatte (7.).

„Mir fehlen die Worte, wenn ich sehe, wie viel Aufwand wir betreiben, wie oft wir vors Tor kommen, aber den Ball einfach nicht über die Linie kriegen. Heidenheim schießt zweimal aufs Tor und gewinnt das Ding. Und das ist einfach nur traurig“, brachte es der Torschütze auf den Punkt.

Unglückliches Comeback

Denn bis zum Ausgleichstreffer war in der Tat kein Ball aufs Tor von Marcel Schuhen gekommen, der zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag wieder zwischen den Pfosten stand und Niklas Lomb ablöste. Schuhens Comeback nahm einen unglücklichen Verlauf, als erst Philipp Klingmann beim 1:1 den Schuss von Feick unglücklich abfälschte (39.). Und beim 1:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam Denis Thomalla völlig frei zum Kopfball. „Es ist derzeit zu einfach, gegen uns Tore zu schießen“, schüttete Angreifer Rúrik Gíslason den Kopf. In wenigen Minuten hatten sich die Sandhäuser so ihre gute erste halbe Stunde kaputtgemacht. „Solche Schwächephasen können und dürfen wir uns nicht erlauben“, schimpfte Otmar Schork.

Der Geschäftsführer Sport sah zwar dann eine ordentliche zweite Hälfte seiner Mannschaft. Die Gastgeber waren vor 4778 Zuschauern die tonangebende Mannschaft und erspielten sich auch durchaus Strafraumsituationen. Aber weder Korbinian Vollmann (58.) noch die eingewechselten Stürmer Andrew Wooten und Kevin Behrens (60./72.) machten mehr daraus. Und in der 78. Minute rannten sich Schleusener und Behrens nach einem guten Angriff gegenseitig über den Haufen. Im Angriffsdrittel fehlte in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft, die zündende Idee. So hatten es die tiefstehende Heidenheimer nicht schwer, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Nach dem 18. Pflichtspiel gegen den 1. FCH hat der SVS jetzt 17 Mal nicht gewonnen.

Trainer Uwe Koschinat sah drei Faktoren, warum dass Spiel verlorenging: „Wir haben den Angreifern der Heidenheimer zu viele Möglichkeiten gegeben, einfach verteidigende Bälle festzumachen und abzulegen. Zweitens haben wir viele Kontersituation leichtfertig liegenlassen. Und drittens haben wir im Zentrum, wie vor dem 1:1, sichere Bälle nicht entscheidend geklärt.“ ali