SV Sandhausen

Fußball 0:3-Heimniederlage gegen Erzgebirge Aue

Sandhausen übernimmt Rote Laterne

Archivartikel

Sandhausen.Pleiten, Pech und Pannen: Der SV Sandhausen ist in der 2. Fußball-Bundesliga auf den letzten Platz abgerutscht. Nachdem Duisburg am Freitagabend gegen Magdeburg mit 1:0 gewonnen hatte, hätten die Schwarz-Weißen gegen Erzgebirge Aue nachziehen müssen, um die Rote Laterne wieder loszuwerden. Doch die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat zerbrach am Druck: „Man hat gemerkt, dass einige Spieler unheimlich viel mit sich selbst zu tun hatten und, dass wir wahnsinnig viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Insofern ist das 0:3 in der Höhe leider absolut verdient.“ Auch Geschäftsführer Otmar Schork sparte nicht mit Kritik: „Das war heute der Tiefschlag der Saison. Wir müssen uns jetzt erst einmal sammeln.“ Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt inzwischen fünf Punkte.

Nicht einmal eine Minute war gespielt, da führten die Gäste bereits mit 1:0. Denis Linsmayer konnte einen Pass seines Keepers Marcel Schuhen nicht verarbeiten und ermöglichte so Pascal Testroet das Tor. „Das war ein totaler Blackout. Ich kann mich in meiner doch schon etwas längeren Karriere nicht daran erinnern, dass ich so einen Bock schon einmal geschossen habe“, ärgerte sich der Mittelfeldakteur.

Linsmayer übt Selbstkritik

Nach Wiederbeginn konnte man dem SVS die Bemühungen zwar nicht absprechen, doch letztendlich fehlte es in allen Belangen an Durchschlagskraft. „Tatsache ist, dass es uns weder gelungen ist, eine gute Spielstruktur auf den Platz zu bringen, noch läuferisch dagegenzuhalten“, erkannte Koschinat.

Testroet schnürte seinen Doppelpack (69.) und Jan Hochscheidt sorgte acht Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. „Wenn man zuhause gegen einen direkten Konkurrenten mit 0:3 verliert, dann gibt es wenige positive Argumente. Das war heute ein in allen Belangen beschissenes Spiel“, redete Linsmayer Klartext. Bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Magdeburgern könnte der SVS am Sonntag, 10. März, einiges geraderücken. „Ich bin nach wie vor zu 100 Prozent davon zu überzeugt, dass wir es noch schaffen können“, erklärte Geschäftsführer Otmar Schork. Allmählich läuft dem SVS allerdings die Zeit davon. mjw