SV Sandhausen

Fußball VfB lässt beim 5:1-Sieg über Sandhausen nichts anbrennen / Schwaben klettern dank des Erfolgs wieder auf Rang zwei

Stuttgarter melden sich stark zurück

Archivartikel

Stuttgart.Dank einer famosen Reaktion ist dem VfB Stuttgart ein wichtiger Schritt in Richtung der angestrebten Rückkehr in die Fußball-Bundesliga geglückt. Eine umgekrempelte VfB-Elf besiegte den SV Sandhausen am Mittwochabend klar mit 5:1 (4:0). Damit schoben sich die Stuttgarter im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wieder am Hamburger SV vorbei auf Rang zwei.

Einen Punkt Vorsprung vor dem HSV auf dem Relegationsrang und drei Zähler mehr als der 1. FC Heidenheim auf dem Nicht-Aufstiegsrang vier nehmen die Schwaben mit in die beiden abschließenden Spieltage. Beide Konkurrenten hatten am Dienstag nur Remis gespielt und dem VfB damit eine Vorlage gegeben. Von Beginn an zeigten sich die Gastgeber motiviert, diese Ausrutscher zu nutzen.

„Wir wissen, auf was es am nächsten Sonntag ankommt. Jetzt müssen wir alles raushauen und alle an einem Strang ziehen“, sagte VfB-Kapitän Marc-Oliver Kempf nach dem höchsten Saisonsieg des VfB. Der 1. FC Nürnberg ist der Gegner am vorletzten Spieltag.

Mit gleich sechs neuen Spielern im Vergleich zum 1:2-Rückschlag im Derby beim Karlsruher SC in der Startelf überraschte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo – und wurde belohnt. Nach einem witterungsbedingt um eine Viertelstunde verschobenen Anpfiff trafen Nicolas Gonzalez (12. Minute/31./Foulelfmeter), Gonzalo Castro (20.), Tim Kister per Eigentor (28.) und Hamadi Al Ghaddioui in der Nachspielzeit. Enrique Peña Zauner verkürzte für den SVS (68.), der den Klassenerhalt trotzdem nun auch rechnerisch sicher hat.

In den vergangenen Wochen hatte die harmlose Offensive dem VfB Probleme bereitet und zu einer schwachen Punkteausbeute nach der Coronavirus-Pause gesorgt. Nun erzielten die Schwaben erstmals in dieser Zweitliga-Saison mehr als drei Treffer und demütigten den SVS von Trainer Uwe Koschinat bereits in der ersten Halbzeit.

„Wir wollen wieder den Spaß am Fußball finden“, hatte Matarazzo angekündigt und offenbar die richtigen Worte und passende Aufstellung gefunden. Die komplette Abwehrkette um Routinier Holger Badstuber saß zunächst auf der Ersatzbank, unter anderen kehrten dafür Kapitän Kempf und Atakan Karazor in die Startelf zurück. „Die Gruppe, die mir das beste Gefühl gibt, steht auf dem Platz“, begründete der Coach.

Den Schuss des früheren Sandhausen-Profis Philipp Förster wehrte SVS-Torhüter Martin Fraisl noch ab. Die folgende Ecke von Philipp Klement köpfte Gonzalez zum 1:0 ein. Statt eines Eckballs hätte es allerdings Einwurf geben müssen.

Nur wenige Minuten später ließ Castro die Gastgeber jubeln, als er aus rund 20 Metern sehenswert traf. Vor dem dritten Treffer drang Silas Wamangituka in den Strafraum ein, drohte den Ball zu vertändeln, setzte aber nach und erzwang das Eigentor von Kister. Nach einem Foul von Sandhausens Alexander Schirow an Förster verwandelte Gonzalez den Elfmeter zu seinem zwölften Saisontor. In der zweiten Hälfte hatte Stuttgart die Partie unter Kontrolle, agierte aber nicht mehr zwingend. dpa