SV Sandhausen

Fußball Sandhausen muss US-Amerikaner ersetzen

Wootens Abgang reißt große Lücke

Archivartikel

Sandhausen.Am Ende war Andrew Wooten (Bild) einfach nicht zu überzeugen: Der Amerikaner verlängert seinen auslaufenden Vertrag beim Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen nicht und wechselt in sein Heimatland, für das er bisher ein Länderspiel absolvierte. Seinen neuen Arbeitgeber will Wooten in Kürze mitteilen. 17 Tore hatte der Angreifer zuletzt erzielt – er reißt durch seinen Abgang eine große Lücke.

Obwohl neben ihm auch der bisher ausgeliehene Fabian Schleusener (elf Treffer) den SVS-Dress nicht mehr tragen wird, ist Coach Uwe Koschinat nicht bange. „Wir haben torgefährliche Stürmer geholt und ich habe die Hoffnung, dass wir unsere Treffer auf mehrere Schultern verteilen werden“, sagte der Coach bei der ersten Pressekonferenz der neuen Saison, bei der auch die neuen Trikots vorgestellt wurden. Für Koschinat wird es die erste komplette Vorbereitung als Cheftrainer beim SVS. In der vergangenen Spielzeit kam er während der Runde und rettete den Club vor dem Abstieg.

Mit Aziz Bouhaddouz, Mario Engels, Robin Scheu, Enrique Peña Zauner und Philip Türpitz, der derzeit noch pausieren muss, haben die Verantwortlichen Offensivkräfte verpflichtet. „Wir wollen schnelle Spieler, die flexibel einsetzbar sind. Wir wollen rotzig und frech sein und eine sorgenlose Saison spielen“, erklärte der 47-jährige Übungsleiter.

Schnellstmöglich sollen drei weitere Spieler dazukommen: Ein Torwart, ein Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler für die Zentrale stehen auf dem Wunschzettel. Florian Hansch ist derzeit noch auf der Suche nach einem neuen Leihverein. „Ob sich zusätzlich bis zum Ende des Wechselfensters noch etwas tut, wird man sehen. Es kann schon sein, dass unzufriedene Spieler auf uns zukommen. Stand heute ist aber kein Abgang mehr geplant“, sagte der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca.

Kulovits mit neuem Tätigkeitsfeld

Eine neue Rolle wird in Zukunft Stefan Kulovits bekleiden: Der Kapitän kuriert derzeit noch seine Schienbeinverletzung aus. Er hat aber auch ein neues Arbeitsumfeld bekommen: Der Österreicher ist nun der zweite Assistenztrainer von Koschinat und zog deswegen mit seinem Hab und Gut aus der Spielerkabine aus und ins Trainerbüro ein. „Er soll sich um die jungen Spieler kümmern und dem Nachwuchs die Integration in die erste Mannschaft erleichtern“, erklärte der Chefcoach.

Gefehlt haben beim Auftakttraining Leart Paqarada und Rúrik Gislason, die eine Woche Sonderurlaub erhalten haben und erst am Montag einsteigen. Genauso wie Peña Zauner, der vor drei Wochen die deutsche A-Jugendmeisterschaft mit Borussia Dortmund gewann. Aus Verletzungsgründen standen Markus Karl, Sören Dieckmann und Tim Kister nicht zur Verfügung. (Bild: dpa)