SV Waldhof

Wechsel trotz Aufstieg

Bestätigt: Timo Kern verlässt den SV Waldhof Mannheim

Archivartikel

Mannheim.Fußball-Drittligist SV Waldhof geht ohne seinen Spielmacher Timo Kern in die neue Saison. Wie am Samstag am Rande des Testspiels des Aufsteigers gegen CS Fola Esch bekannt wurde, hat der 17-fache Torschütze der zurückliegenden Saison die Freigabe des SVW bekommen. Gegen Esch stand Kern schon nicht mehr im Kader und hat seinen Spind bereits geräumt. Zuletzt wurde über Kerns Wechsel zum Zweitligisten Jahn Regensburg spekuliert, Ziel soll nun aber nach Informationen dieser Zeitung Drittligist Bayern München II sein.

Zuvor hatte die Personalie Timo Kern für Aufsehen gesorgt: Der Spielmacher hatte sich im Juni verärgert darüber geäußert, dass der SVW einem Wechsel zu Zweitligist Jahn Regensburg nicht zugestimmt hatte – einerseits aus sportlichen Gründen, andererseits, weil das kolportierte Regensburger Ablöseangebot in Höhe von 170 000 Euro von Sportchef Kientz als zu niedrig erachtet wurde.

„Ich habe als 29-Jähriger noch ein Angebot aus der 2. Liga bekommen. Bis zum heutigen Tag gab es keinerlei Signale von Seiten des SVW, langfristig mit mir zu planen. Nicht mal ein Dialog hat während der Offerte von Regensburg stattgefunden. Stattdessen wurden die Angebote einfach abgeschmettert“, so Kern damals in der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Trainer Bernhard Trares sah zu diesem Zeitpunkt trotz des Theaters weiterhin keine Veranlassung, die Drittliga-Saison ohne den wechselwilligen Kern zu planen. „Das ist nie schön“, sagte er auf die Frage, ob die Unruhe die Vorbereitung störe. „Aber Timo hat einen Vertrag und ist mein Spieler. Ich freue mich, eine weitere Saison mit ihm zu arbeiten. Ich gehe weiter sauber mit ihm um.“ In der Mannschaft herrschte sogar Verständnis für den Kollegen. „Wir ziehen ihn in der Kabine eher humorvoll damit auf“, erklärte Kapitän Kevin Conrad: „Für ihn wäre es natürlich eine Super-Chance mit Regensburg gewesen. Ich kann ihn verstehen, dass er enttäuscht ist, auch wenn sein Weggang natürlich ein herber Verlust für uns wäre.“

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