SV Waldhof

"Buwe" schreiben an Fans: „Mit dieser Art von Boykott wird die Mannschaft erneut bestraft"

Mannheim.Nach dem Stimmungsboykott der Fans bei der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den SSV Ulm zum Auftakt der neuen Regionalliga-Saison wenden sich die Spieler des SV Waldhof mit einem Brief an ihre Anhänger und bitten um Unterstützung (PDF, 559 KB). „Die aktuelle Situation ohne euren bedingungslosen Support ist für uns Spieler eine seltsame Situation“, schreiben die "Buwe".  „Mit dieser Art von Boykott wird die Mannschaft erneut bestraft und dieses wissentlich.“

Mit Hinblick auf die neue Ordnung im Mannheimer Carl-Benz-Stadion äußern die Spieler Verständnis, dass man „seine angestammte Heimat nicht aufgeben möchte.“ Sie appellieren aber gleichzeitig an die gemeinsame Einheit von Mannschaft und Fans und wünschen sich von ihren Anhängern „bedingungslosen Support“.

Nach den Ausschreitungen, die zum Abbruch des Relegations-Rückspiels gegen den KFC Uerdingen führten, herrscht auf den Rängen eine neue Stadion-Ordnung: Die Otto-Siffling-Tribüne – oder auch kurz „Ost“ genannte Stehplatztribüne in Richtung Neuostheim – ist nicht mehr der gewohnte Fan-Bereich. Dort warten jetzt Sitzplätze mit fester Platzwahl, wo sonst „Ultras“ und andere Fan-Gruppierungen die „Buwe“ nach vorne schrien. Vor dem Spiel hatten deshalb organisierte Fans bei einem Marsch entlang der Theodor-Heuss-Anlage protestiert. Rund 200 Menschen nahmen nach Polizeiangaben an dem Zug teil.

In dem Schreiben verurteilen die Spieler des SV Waldhof auch das Verhalten von einigen Zuschauern beim Rückspiel gegen den KFC Uerdingen. Es seien Dinge passiert, die in einem Stadion nichts verloren hätten. Dass die Blau-Schwarzen die Partie nicht beenden konnten, sähen sie als harte Bestrafung an. Mit dem Boykott fühle sich die Mannschaft nun erneut bestraft.

Zuschauerausschreitungen hatten beim Rückspiel gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai zum Spielabbruch geführt. (kris/mer)

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