SV Waldhof

Der Neuzugang Der am Freitag verpflichtete Ex-Bielefelder steht gegen Meppen gleich im Kader und verschafft sich erste Eindrücke

Christiansen genießt die Atmosphäre

Archivartikel

Mannheim.Am vergangenen Freitag wurde der Vertrag unterzeichnet, am Samstag gegen den SV Meppen stand Neuzugang Max Christiansen schon im Kader und hatte Gelegenheit, sich beim Aufwärmen und von der Bank aus die ersten Eindrücke von seiner künftigen Umgebung zu machen. Und seine Erwartungen wurden durchaus erfüllt. „Mir wurde viel erzählt, aber genauso habe ich es mir vorgestellt“, zeigte sich der 22- Jährige von der Stimmung beim Drittliga-Heimdebüt des SVW beeindruckt. „Das war schon super. Ich freue mich einfach, hier zu sein und die Atmosphäre einmal aufgesaugt zu haben.“

Die Zuschauerrolle möchte der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 aber natürlich so schnell wie möglich ablegen, nachdem er beim Zweitligisten Arminia Bielefeld in der Rückrunde aufs Abstellgleis geriet. „Ich habe jetzt bewusst den Schritt zurückgemacht, um wieder auf den Platz zu kommen und zu zeigen, was ich kann. Dafür bin ich ganz alleine verantwortlich“, sagt der gebürtige Flensburger, der angesichts von 30 Bundesliga-Einsätzen im Trikot des FC Ingolstadt und 27 Einsätzen im Unterhaus natürlich andere Ansprüche an seine Karriere hat.

Christiansens bevorzugte Position befindet sich im defensiven Mittelfeld, in Bielefeld wurden nach dem Trainerwechsel im Winter und der damit einhergehenden Systemumstellung auf nur noch einen Sechser dort allerdings die zu vergebenden Plätze knapp. Bielefeld-Kenner machten bei Christiansen zudem Defizite beim nötigen Tempo und in der Zweikampfführung aus. Beim SVW haben die Verantwortlichen allerdings keine Zweifel, dass das Nordlicht, das vor fünf Jahren bei Hansa Rostock die Bühne des Profi-Fußballs betrat, die Auftritte der Blau-Schwarzen bereichern kann. „Max ist ein toller Spieler, der mehrere Positionen ausfüllen kann und hier seine Heimat finden wird“, ist sich beispielsweise Trainer Bernhard Trares sicher. Wann es für Christiansen für den ersten Einsatz auf dem Rasen reicht, muss dagegen noch abgewartet werden. „Wie nahe er dran ist, kann ich jetzt noch nicht einschätzen. Er hat gute Werte. Der Rest der Mannschaft hat aber 40 gemeinsame Einheiten Vorsprung und in der anstehenden englischen Woche gibt es nicht so viele Möglichkeiten, ihn weiter zu integrieren“, sagt der Coach, der mittelfristig aber durchaus auf den Neuzugang setzt.

Und abseits des Platzes sollte der 22-Jährige ohnehin keine Probleme haben, sich zurechtzufinden. Einer seiner dicksten Kumpel ist der gebürtige Mannheimer Pascal Groß aus gemeinsamen Ingolstädter Tagen. „Ich habe ihn hier schon mehrmals besucht, in der Stadt kenne ich mich deshalb schon ein bisschen aus“, berichtet Christiansen, der ab Montag seine Zelte vorübergehend in einem Hotel am Hauptbahnhof aufschlägt, um von dort aus auf Wohnungssuche zu gehen. th

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