SV Waldhof

Fußball Verdacht auf eine Infektion bei Dorian Diring bestätigt sich nicht / Nächstes Training am Dienstag

Corona-Alarm: Entwarnung bei Waldhof

Archivartikel

Mannheim.Am Donnerstag hatte Bernhard Trares noch die bange Frage in den Raum geworfen, welche Konsequenzen eine Corona-Infektion bei einem seiner Profis nach sich ziehen könnte. „Wenn ein Spieler sich ansteckt, was passiert dann? Und das wird kommen. Dann muss die Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne gehen, auch der letzte Gegner, gegen den man gespielt hat. Wenn man es logisch sieht, kann man die Saison dann abbrechen“, sagte der 54-Jährige. Einen Tag später bekam das Thema für den Trainer des Fußball-Drittligisten SV Waldhof eine Aktualität, auf die die Mannheimer gerne verzichtet hätten. Am Alsenweg herrschte plötzlich Corona-Alarm.

Am Freitagmorgen um 9 Uhr verschickte der Verein eine Pressemitteilung zu einem Verdachtsfall innerhalb der Mannschaft: Der Trainingsbetrieb der Profis wurde zur Sicherheit „bis auf weiteres“ eingestellt. Die Geschäftsstellenmitarbeiter blieben zuhause, Fan- und Ticketshop am Alsenweg geschlossen. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, ließ sich Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp zitieren. Den Namen des betroffenen Spielers nannte der Drittligist zunächst nicht. Es folgten bange Stunden des Wartens. Wenn der Verdacht bestätigt worden wäre, hätte das komplette Team inklusive Trainerstab für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden müssen. Doch gegen 16.30 Uhr gab der SVW Entwarnung – der Corona-Test bei dem Profi mit Grippesymptomen fiel negativ aus.

Auch den Namen des getesteten Spielers nannte der SVW am Nachmittag: Es handelte sich um Dorian Diring, den Mittelfeld-Antreiber, der seit Mitte Dezember mit einem Knorpelschaden im Knie verletzt ausfällt und dementsprechend zurzeit auch nicht mit der Mannschaft trainiert. Diring pendelt zwischen Mannheim und seiner Heimat Straßburg. Das Elsass gilt als Risikogebiet für eine Corona-Infektion.

Die Waldhöfer, die in der zurzeit unterbrochenen 3. Liga auf Aufstiegsplatz zwei stehen, hatten wegen der generellen Ansteckungsgefahr schon in den vergangenen Tagen erste Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. „Wir geben uns zwar noch die Hand, haben aber überall große Bottiche mit Desinfektionsmitteln“, sagte Trares.

Nach drei ohnehin anberaumten freien Tagen kann der Coach am Dienstagmorgen wieder mit seinem Team trainieren. Dann soll auch entschieden sein, ob die nächste – bisher noch nicht absagte – Begegnung gegen Viktoria Köln am 21. März ausgetragen wird. Am Montag treffen sich die Drittliga-Vertreter mit den DFB-Verantwortlichen in Frankfurt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Weitaus schwerer als den SVW hatte es zum Wochenende hin Liga-Konkurrent Eintracht Braunschweig getroffen. Dort steht Physiotherapeut Florian Horn unter Beobachtung und ist inzwischen sogar unter häusliche Quarantäne gestellt worden, da dessen Bruder Jannes Horn zu den beiden Profis gehört, die beim Zweitligisten Hannover 96 positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Daraufhin hatte der Verein am Donnerstag vorsorglich alle Spieler nach Hause geschickt. Am Freitag hatte die Mannschaft frei. „Ab Samstag findet das Training bis auf Weiteres unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt“, teilten die Braunschweiger mit.

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