SV Waldhof

Fußball-Regionalliga Waldhofs Marco Meyerhöfer kennt Spitzenreiter Saarbrücken bestens / Conrad fällt aus

„Der stärkste Gegner“

Archivartikel

Mannheim.Der 1. FC Saarbrücken fiebert dem Spitzenspiel der Regionalliga Südwest gegen den SV Waldhof am Karsamstag um 15 Uhr (live in Sport1) entgegen. „Wir nehmen jedes Spiel ernst, aber Waldhof hat natürlich eine andere Priorität als Stadtallendorf. Wir können da einen Konkurrenten vielleicht endgültig distanzieren“, erklärt FCS-Coach Dirk Lottner kämpferisch. „Das ist wohl der stärkste Gegner in der Liga, den es zu schlagen gilt“, weiß auch Waldhofs Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer, dass seine Mannschaft im Hermann-Neuberger-Stadion von Völklingen ein heißer Tanz erwartet – und steng genommen die Außenseiterrolle hat.

„Sie haben die beste Offensive und die sicherste Abwehr“, ist Meyerhöfer bestens über seinen Ex-Club informiert. Vor einem Jahr spielte der 22-Jährige, der aus der Jugend der Frankfurter Eintracht hervorging, noch beim FCS, kam aber in der vergangenen Saison nur zu wenigen Einsätzen. Sein Transfer zahlte sich mittlerweile sowohl für Waldhof als auch für ihn selbst aus. Der mit viel Vorwärtsdrang ausgestattete Meyerhöfer fehlte bislang nur in zwei Partien und hat somit hinter Markus Scholz und Kevin Conrad die meisten Einsätze zu verzeichnen.

FCS-Stürmer Schmidt fällt aus

„Die Zwischenbilanz ist sehr positiv für mich. Wie spielen um den Aufstieg mit und sind auch noch im Pokal vertreten“, hat der ehrgeizige Verteidiger zwei große Ziele mit dem SVW vor Augen. Noch bestehende Kontakte mit ehemaligen Mitspielern in Saarbrücken lässt er in diesen Tagen ruhen, um sich ganz auf das Topduell konzentrieren zu können.

Ein Wechselgrund war für Meyerhöfer nach drei Spielzeiten im Saarland auch, endlich mal wieder richtige Heimspiele zu haben. Wegen des Stadionumbaus in Saarbrücken trägt der Traditionsclub seine Heimpartien in Völklingen aus. Dort gab es vor einer Woche eine böse Überraschung in Form der erst zweiten Saisonniederlage.

Anschauungsunterricht bei TuS Koblenz, das zuletzt drei Punkte beim FCS entführte, wollte SVW-Trainer Bernhard Trares allerdings nicht nehmen. „Ich habe das Spiel nur in Ausschnitten gesehen. Fakt ist, dass sie dort ein Tor gemacht und gewonnen haben.“ Stattdessen beobachtete er den Gegner am Dienstag beim 3:0-Erfolg in Stadtallendorf. „Man muss das Ergebnis vernünftig einordnen. Es war für Saarbrücken recht einfach, zu gewinnen“, erwartet Trares, dass sein eigenes Team am Samstag mehr Widerstand leisten wird. Dass FC-Torjäger Patrick Schmidt, mit 19 Buden bester Regionalligaschütze und im Hinspiel Matchwinner mit dem 1:0-Siegtreffer, verletzt ausfallen wird, sieht der Waldhof-Coach nicht als Schwächung für den Tabellenführer. Auch er kann nicht seine Wunsch-Elf aufbieten. Verzichten muss er auf seinen Innenverteidiger Kevin Conrad, dem die Ärzte nach seiner Zahnverletzung eine dreiwöchige Pause verordneten. „Auf eigenes Risiko kann er vielleicht schon nach zwei Wochen wieder spielen“, hofft Trares jedoch auf eine frühere Rückkehr seines Routiniers.

Mindestens 1000 Waldhof-Anhänger werden ihren Club ins Saarland begleiten. Der SVW weist nochmals darauf hin, Karten für das Duell im Vorverkauf zu erwerben. Dazu besteht noch bis zum Donnerstagabend um 18 Uhr die Gelegenheit. Am Spieltag selbst bleibt die Kasse für Gästefans voraussichtlich geschlossen. Die Ausgangslage in der Regionalliga verspricht Spannung im Saisonendspurt. Am 31. Spieltag unter der Woche, an dem der SV Waldhof spielfrei war, nutzte der SC Freiburg II die Gunst der Stunde und zog mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen Kassel an den Blau-Schwarzen in der Tabelle vorbei. Damit reihen sich die Breisgauer endgültig ein in die Liste der Kandidaten für den Relegationsplatz um den Aufstieg in die 3. Liga. An Ostern stehen der SC-Nachwuchs (in Elversberg) und die Offenbacher Kickers als derzeitiger Tabellenzweiter (gegen TuS Koblenz) ebenfalls vor kniffligen Aufgaben.