SV Waldhof

Fußball Kritik an Abbruchbefürwortern / Corona-Tests negativ

DFB-Mann Eilers attackiert SV Waldhof & Co.

Mannheim.Den ersten Schritt zum Wiedereinstieg in das reguläre Mannschaftstraining hat der SV Waldhof erfolgreich bewältigt, der zweite steht am Montag an. Wie Sportchef Jochen Kientz dieser Redaktion am Samstag bestätigte, waren alle am Freitag bei Spielern und Betreuern des Fußball-Drittligisten durchgeführten Corona-Tests negativ. „Es war alles im grünen Bereich“, sagte Kientz. Bleibt dies auch bei der für Montag angesetzten zweiten Testwelle so, können die Mannheimer ab Dienstag wieder ohne Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln trainieren. Nach den bisherigen Planungen würde der SVW-Tross am Samstag ein noch nicht benanntes Quarantäne-Hotel beziehen, um für einen möglichen Neustart der 3. Liga am Wochenende 30. Mai gewappnet zu sein. Für die Mannheimer stünde dann das Heimspiel gegen den KFC Uerdingen auf dem Programm.

30. Juni nicht mehr haltbar

Ob der Spielbetrieb wiederaufgenommen wird, bleibt aber äußerst fraglich. Waldhof-Trainer Bernhard Trares hatte die Chancen auf eine Fortsetzung der Saison zuletzt auf „vielleicht 20 Prozent“ taxiert. Am Wochenende meldete sich der DFB-Drittligaausschuss-Vorsitzende Tom Eilers mit scharfen Worten in der Debatte zu Wort – und attackierte dabei Abbruchbefürworter wie den SVW.

Die für den Fall der Saisonfortsetzung mittlerweile wahrscheinlich unumgängliche Verlängerung der Spielzeit über das vertragsrechtlich entscheidende Datum 30. Juni hinaus hält Eilers für „selbst eingebrockt“, wie das Präsidiumsmitglied des Zweitligisten Darmstadt 98 in der MDR-Sendung „Sport im Osten“ erklärte: „Aus meiner Sicht ist das bewusst so gewesen, dass einige Clubs sagen, wir können noch nicht wieder anfangen, dies und jenes klappt nicht, wir können dies und jenes nicht.“ Durch die Ablehnung des Weiterspielens würde allerdings der gesamten Liga geschadet. „Das ist ein Skandal, muss ich sagen, und das führt dazu, dass die Liga selber sich extremst schlecht verkauft“, sagte Eilers.

Für die Argumente des Lagers der Fortsetzungs-Gegner zeigte der Südhesse kein Verständnis – er warf den betreffenden Vereinen sogar indirekt Unwillen und eine Verschleppungstaktik vor. „Man kann das schaffen. Wir haben es bei Darmstadt 98 – wir sind ein kleiner Club – mit Fleiß hinbekommen. Und das ist mehr Fleiß als Geld, das muss man auch klar sagen. Geld wird den Drittligisten dafür ausreichend zur Verfügung gestellt, das muss man auch klar sagen. Und wenn man das verzögern will, dann kann man den Prozess auch durch mangelnden Fleiß und mangelnden Willen jederzeit verlangsamen“, kritisierte er.

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