SV Waldhof

Fußball Michel Schultz leitet SVW-Sieg nach Standard ein

Dosenöffner per Kopf

Mannheim.Wenn seine Mitspieler schon auf dem Weg unter die Dusche sind, ist Michael Schultz auf dem Trainingsgelände am Alsenweg oft noch zu Gange. In diesen Sonderschichten stehen meistens Kopfbälle nach Ecken und Flanken auf dem Programm, die 194 Zentimeter Körpergröße des 26-jährigen Defensivspezialisten des SV Waldhof sollen sich schließlich auch im gegnerischen Strafraum auszahlen. Zwar hat es in der vergangenen Meister-Saison trotz des zusätzlichen Einsatzes letztlich nur zu einem Treffer gereicht, aber Schultz ist auf dem besten Weg, diese Statistik bald zu toppen. Mit dem 1:0-Führungstreffer gegen 1860 München (32.) hat er die Marke aus der Vorsaison schließlich schon im vierten Spiel eingestellt – und am Montagabend den „Dosenöffner“ angesetzt, wie Trainer Bernhard den Treffer bezeichnete.

„Da waren wir einfach mal dran“, sagte der Coach und ach der Torschütze war mit seinem Treffer natürlich einverstanden. „Es wurde mal Zeit, dass ich einen reindrücke“, strahlte der Abwehrspieler nach dem Abpfiff, gab die Komplimente aber zugleich an Mitspieler Dorian Diring weiter. „Der Ball war perfekt getreten“, wusste der Torschütze ganz genau, wo er sich zu bedanken hatte.

Aber auch ohne dieses Tor zählt Schultz bislang zu den absoluten Konstanten beim SVW. Nachdem Marcel Seegert in der Winterpause vom SV Sandhausen zurückkehrte, sahen viele Beobachter die Chancen für den Abwehrmann sinken, da auch Kapitän Conrad in der Innenverteidigung gesetzt schien. Doch der Ex-Lauterer blieb in 32 Liga-Spielen unverzichtbar, sprang für den in der Rückrunde oft angeschlagenen Conrad ein. Seit der SVW-Spielführer nun in der 3. Liga als linker Außenverteidiger agiert, ist Schultz weiter eine feste Größe in der Innenverteidigung. Ballsicher, umsichtig, kopfballstark – und nun auch als Torschütze eine Option. th

Zum Thema