SV Waldhof

Fußball Mit Gianluca Korte trifft es sechsten Profi in Folge

Grippe spielt Domino beim SV Waldhof

Archivartikel

Mannheim.Am Donnerstag war Trainer Bernhard Trares noch zuversichtlich, was den Einsatz von Gianluca Korte (Bild) betraf. Der Offensivmann des Fußball-Drittligisten war nach seinen jüngsten Achillessehnenproblemen am Vortag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, auf der Fahrt nach Meppen war im Bus ein fester Platz für den 29-Jährigen reserviert. Doch auf dem Spielberichtsbogen tauchte Korte am Samstag dann doch nicht auf, was allerdings nicht mit Problemen orthopädischer Natur zu tun hatte. Wieder hatte die Grippe per Domino-Effekt ein Loch in den SVW-Kader gerissen, seit Vorbereitungsbeginn ist Gianluca Korte nach Valmir Sulejmani, Marcel Seegert, Mohamed Gouaida, Benedict dos Santos und Raffael Korte bereits der sechste Waldhof-Profi, der aufgrund eines jeweils kurzen, aber heftigen Infekts passen musste und am Freitag gleich zu Hause blieb.

„Da hat sich inzwischen fast jeder etwas weggeholt, das war eine richtige Kettenreaktion“, berichtete Trares vom üblichen Ablauf: Leichtes Unwohlsein, im Training noch dabei – und die nächsten zwei Tage völlig außer Gefecht. Dabei hätten die Mannheimer einen wie Korte in Meppen noch gut gebrauchen können. „Gianni ist ein richtiger Tiefengänger, der immer Akzente setzen kann“, hätte Trares den Mittelfeldmann gerne dabei gehabt. „So mussten wir es eben im Kollektiv lösen und haben das ganz gut gemacht“, blickte der Coach auf die Lösung mit Arianit Ferati und Valmir Sulejmani in der offensiven Mittelfeldreihe. Und da ganz vorn wie vor der Winterpause gegen Chemnitz erneut Mounir Bouziane traf, stimmte letztlich auch der Ertrag.

Ferati fehlt gegen Magdeburg

„Letztlich ist es ja egal, wer die Tore macht“, wollte der Franzose seinen Anteil nicht überbewerten, freute sich aber über die jüngsten Gelegenheiten, sein Können unter Beweis zu stellen. „Das war ein hartes Auswärtsspiel auf Augenhöhe, bei dem wir vielleicht nicht so viel nach vorn machen konnten wie sonst. Aber ich persönlich freue mich natürlich über das Vertrauen des Trainers und merke, dass ich mit jedem Einsatz fitter werde“, sagte Bouziane, der die Hälfte der Vorrunde verpasst hatte.

Auch am nächsten Sonntag gegen Magdeburg wird der SVW wieder improvisieren müssen, da Arianit Ferati nach seiner Gelb-Roten Karte von Meppen ein Spiel zuschauen muss. „Aber wir sind da etwa mit Mohamed Gouaida inzwischen etwas breiter aufgestellt und auch Gianluca Korte könnte zurückkommen“, meinte Trares. Vorausgesetzt, die Grippe hat keine Lust mehr auf blau-schwarzes Domino. 

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