SV Waldhof

Fußball-Regionalliga SV Waldhof plant für den Fall des Aufstiegs mit Konsolidierungskurs / Stadt Mannheim modernisiert Carl-Benz-Stadion

Kientz: „Wir müssen wirtschaftlich gesund werden“

Archivartikel

Mannheim.In der 3. Liga beginnt in Deutschland offiziell der Profifußball – dementsprechend anspruchsvoll sind die Anforderungen, um die Lizenz erteilt zu bekommen. In der Geschäftsstelle des SV Waldhof am Alsenweg haben die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren eine gewisse Routine entwickelt, die erforderlichen Unterlagen für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zusammenzustellen. Schließlich kämpfen die Mannheimer in dieser Saison bereits zum vierten Mal in Folge darum, aus der ungeliebten Regionalliga aufzusteigen – und diesmal muss der SVW „nur“ Meister werden, eine Relegation gibt es für die Südwest-Staffel nicht mehr.

Pünktlich vor der Abgabefrist am 1. März hat der aktuelle Tabellenführer die zusammen mit einem Wirtschaftsprüfer erarbeiteten Dokumente beim DFB eingereicht, im Laufe des Aprils gibt der Verband Rückmeldung, wo er Nachbesserungsbedarf sieht. „Die Planzahlen liegen etwa auf dem Niveau der beiden Vorjahre“, sagt Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp. Der Verein schweigt zur Höhe des geplanten Drittliga-Etats. Es ist aber davon auszugehen, dass mit einem Saisonbudget von rund sechs Millionen Euro disponiert wird. Das läge auf mittlerem Drittliga-Niveau.

Sportchef Jochen Kientz hatte schon im Trainingslager in der Türkei im Januar angekündigt, dass die Bäume nach den jeweils von Präsident Bernd Beetz ausgeglichenen sechsstelligen Defiziten der Vorjahre auch eine Klasse höher nicht in den Himmel wachsen würden: „Wir müssen wirtschaftlich wieder gesund werden.“ Einige Topspieler der aktuellen Mannschaft sind dem Vernehmen nach schon jetzt mit Verträgen ausgestattet, die über dem üblichen Niveau in der 4. Liga anzusiedeln sind.

Von der Stadioninfrastruktur erfüllt der SVW bereits einen Großteil der DFB-Kriterien. Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat Ende November zudem ein Modernisierungspaket für das Carl-Benz-Stadion beschlossen, das 2,4 Millionen Euro umfasst. Dazu gehört auch die Erneuerung des Rasens und der Einbau einer vorgeschriebenen Rasenheizung. Diese wird aber nur angeschlossen, wenn der SVW nach 16 tristen Jahren die Rückkehr in den Profifußball auch tatsächlich schafft.