SV Waldhof

Fußball Fußball-Drittligist startet ins einwöchige Trainingslager an der türkischen Riviera / Zwei Tests gegen Sivasspor und Aarau

Kraft tanken unter milder Sonne

Archivartikel

Mannheim.Marcel Seegert schickte Urlaubsgrüße aus Kuba, Marcel Hofrath unternahm einen Kurztrip nach London und Kapitän Kevin Conrad feierte Weihnachten mit der Familie zu Hause – die Profis des Fußball-Drittligisten SV Waldhof verbrachten die kurze Pause seit dem 21. Dezember ganz unterschiedlich. Doch inzwischen haben die SVW-Kicker wieder alle die gleichen Einträge im Terminkalender. Am Samstag bat Trainer Bernhard Trares zum Auftakt der Wintervorbereitung auf das Trainingsgelände am Alsenweg, am Montagabend landete der Waldhof-Tross dann in Antalya und kam nach einer 50-minütigen Busfahrt im Fünf-Sterne-Resort Side Star an. Schließlich will der Überraschungsdritte auch die restliche Rückrunde seriös angehen und wenn möglich die große Chance nutzen, die sich aufgrund der starken ersten Halbserie aufgetan hat.

Größeren Einfluss auf den Alltag soll die positive Tabellensituation allerdings nicht nehmen, die Waldhof-Kicker starteten gelassen ins neue Jahr. „Wir schauen, dass wir in den nächsten Wochen gut arbeiten, den Rest lassen wir auf uns zukommen“, sagte beispielsweise Kapitän Kevin Conrad, nachdem in Mannheim die ersten 70 Trainingsminuten absolviert waren. Der Schwerpunkt lag dabei im läuferischen Bereich, auf dem überaus holprigen Platz im Seppl-Herberger-Stadion war ohnehin nicht an viel mehr zu denken.

„Das ist keine Basis hier, auch da müssen wir im Verein besser werden. Es nützt nicht nur, wenn du die Mannschaft verbesserst, sondern da müssen wir auch im Komplettpaket weiterkommen“, blickte Trainer Trares auf das unebene Grün und war froh, den Untergrund nun mit den Plätzen an der türkischen Riviera in Gündogdu/Side tauschen zu können. Bis zum 13. Januar schlägt der SVW-Tross dort nun schon zum dritten Mal in vier Jahren sein Trainingslager auf, große Eingewöhnungszeit werden die Mannheimer deshalb nicht benötigen.

Gewohntes Umfeld

„Das ist schon gut, wenn man in ein gewohntes Umfeld kommt“, freut sich auch Kapitän Conrad auf den Tapetenwechsel, der ab der Wochenmitte sonniges Wetter bei rund 17 Grad verspricht. Unter anderem sind dort zwei Testspiele gegen den türkischen Erstligisten Sivasspor Kulbülü (9. Januar, 15 Uhr MEZ) und den Schweizer Zweitligisten FC Aarau (12. Januar, 9 Uhr MEZ)) vereinbart. Den Auftakt in Mannheim verpassten die Stürmer Valmir Sulejmani und Kevin Koffi. Sulejmani musste wegen eines grippalen Infekts passen und hatte vor dem Abflug in Trainingslager noch einen Arzttermin, bei Koffi gab es bei der Rückreise aus Afrika Probleme mit einer streikenden Fluggesellschaft. Am Sonntagvormittag war der Ivorer aber wie geplant beim zweiten Training wieder dabei und auch die beim Sparkassen-Cup in der Ketscher Neurotthalle eingesetzten Spieler, die im Viertelfinale gegen Victoria Bammental im Neunmeterschießen ausschieden (5:6), kehrten am Sonntag ins Mannschaftstraining zurück.

Was die Reisegruppe Richtung Türkei betrifft, gibt es keine Überraschungen, allerdings will Coach Trares Nachbuchungen für Winterneuzugänge nicht ausschließen. „Das ist alles denkbar“, sagt der 54-Jährige. Er betonte allerdings, dass keine kurzfristigen Lösungen bis zum Saisonende angedacht seien. „Das muss dann schon perspektivisch und saisonübergreifend sein“, sagte Trares. Schließlich kämen mit Sulejmani, Gouaida und Raffael Korte drei Spieler aus längeren Verletzungspausen zurück, die praktisch wie Neuzugänge zu werten seien. Zudem soll das Mannschaftsgefüge nicht destabilisiert werden.

„Wir haben in der Hinrunde viel über das Team kompensieren können und das hat die Mannschaft in ihrer Geschlossenheit und Energie auch ausgemacht. Das wollen wir beibehalten“, betonte der Waldhof-Coach, der am Montag um 9 Uhr noch eine Laufeinheit angesetzt hatte, bevor es an den Frankfurter Flughafen geht.

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