SV Waldhof

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Positive Corona-Tests beim SV Waldhof: Pokalspiel soll stattfinden

Archivartikel

Mannheim.Beim SV Waldhof hat es bei Testungen vom Freitag zwei positive Covid-19-Befunde gegeben. Dennoch soll das Pokalspiel gegen Freiburg am Sonntag stattfinden, wie der SVW am späten Samstagabend vermeldete. 

Nach Informationen dieser Redaktion handelt es sich bei den beiden Corona-Fällen um einen Spieler und einen Physiotherapeuten. Deren enge Kontaktpersonen konnten ermittelt werden, teilte die Stadt Mannheim am späten Samstagabend mit. Für drei Personen – außer den beiden positiv Getesteten - sei eine 14-tägige Quarantäne angeordnet worden. "Für die weiteren Spieler besteht derzeit aus medizinischer Sicht aufgrund der Ermittlungen des Gesundheitsamtes keine erhöhte Infektionsgefahr", so die Stadt. Dem Pokalspiel gegen den SC Freiburg stehe damit aus Sicht des Gesundheitsamtes nichts entgegen. 

Kurz darauf teilte der Verein mit, dass das Spiel stattfinden wird.  Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp hatte bis dahin ziemlich gezittert. "Natürlich hast du ein ungutes Gefühl, wenn du diese Testergebnisse bekommst", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagvormittag. 

"Es geht ja nicht um dieses eine Spiel. Vorrangig geht es um die Gesundheit der Spieler. Zudem stecken wir mitten in der Startphase der Saison und da schwächen uns diese drei Ausfälle natürlich", fügte Kompp hinzu. Er lobte zwar die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt als "sehr gut". Dennoch sei "die Vorfreude auf das DFB-Pokalspiel natürlich getrübt".

Bei einem vorhergegangenen Test am Dienstag dieser Woche waren die betreffenden Personen noch negativ getestet worden, hieß es von Seiten des SVW. Das aktuelle Ergebnis wurde dem Team demnach am Samstag vom zuständigen Labor mitgeteilt. Die meisten Mannheimer Spieler waren gerade auf dem Weg zum Abschlusstraining gewesen, als sie von ihren Vorgesetzten gebeten wurden, wieder umzudrehen und zurück nach Hause zu fahren. Das Gesundheitsamt hatte zunächst für die gesamte Mannschaft, den Trainerstab und einige Mitarbeiter der Blau-Schwarzen vorsorglich eine häusliche Quarantäne angeordnet.

So gut das Hygienekonzept mit seinen Tests zwei Tage vor einer Partie und seinen genauen Kontaktverfolgungen in diesem Fall funktioniert hat, so deutlich führte es den Beteiligten vor Augen, welche Gefahr die Corona-Pandemie weiter für den Spielbetrieb bedeutet. Die Endphase der nach der Corona-Pause wieder aufgenommenen vergangenen Spielzeit hatten die Teams in einer Art Blase verbracht, waren meist nur zwischen Stadion, Trainingsgelände und Zuhause gependelt. Über eine komplette Saison ist das so aber kaum umzusetzen, wie auch die Spitzen von DFB und Deutscher Fußball Liga mehrfach betont hatten.

"Ich könnte mir vorstellen, dass mehrere Mannschaften im Laufe der Saison mal komplett rausgenommen werden müssen. Und das hat dann nicht nur Auswirkungen auf den Spielplan, sondern auch auf ihre Wettbewerbsfähigkeit", sagte Kompp. Nicht nur den Waldhöfern drohen weitere Wochenenden des bangen Wartens. Auch den Freiburgern, die schon im Bus saßen und abends im Teamhotel über die Entscheidung informiert wurden. Und allen anderen Clubs im deutschen Profifußball.

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