SV Waldhof

SV Waldhof knackt Festung Saarbrücken

Archivartikel

Saarbrücken.

Die Feierlichkeiten in der Waldhöfer Fankurve fielen diesmal etwas länger aus. Zu Ostern beschenkte sich der SV Waldhof selbst, denn die Blau-Schwarzen knackten die Festung Saarbrücken. Zu verdanken hatten sie es Jannik Sommer, denn der kam, traf und siegte. Sein entscheidendes Tor in der 54. Minute sicherte den "Buwe" den 1:0 (0:0)-Coup beim Tabellenführer. "Das war natürlich ein brutal wichtiger Sieg für uns. Als Matchwinner will ich mich nicht bezeichnen, denn unser Torwart "Scholle" hat uns da auch noch einen unhaltbaren gehalten", gab der gebürtige Darmstädter die Komplimente zuerst an seinen Keeper und danach auch an die gesamte Mannschaft weiter

Das Spitzenspiel elektrisierte die Massen und hielt von Beginn an vor 4484 Zuschauern, was es versprach. Schon nach 60 Sekunden forderten die Gäste einen Strafstoß als Nicolas Hebisch gleich von zwei Gegenspielern in die Zange genommen und wohl leicht geschoben wurde. Eine diskussionswürdige Szene. "Ich will mich nicht festlegen, ob es einer war, aber man weiss ja, dass die Schiedsrichter in der ersten Minute nicht so gerne Elfmeter pfeifen", meinte Sommer, der einen guten Blick auf die Situation hatte und vergeblich auf den Pfiff des Schiedsrichters wartete. Auf der Gegenseite war sofort Keeper Markus Scholz gefordert. Per Fußabwehr verhinderte er die frühe Saarbrücker Führung durch Kevin Behrens (3.) und war somit schnell auf Betriebstemperatur. Kurz darauf segelte ein Feistoß von Markus Mendler in den Sechzehner, wieder war Scholz auf dem Posten (5.). Waldhof blieb unbeeindruckt und arbeitete sich schnell in die Partie. Bei Hebisch fehlten die berühmten Zentimeter (22.). Das war knapp. Noch ein weiteres mal musste Scholz klären. Die direkt auf das Tor gezogene Ecke von Mendler konnte ihn nicht überraschen. Aufmerksam lenkte er den Ball über die Latte. (25.). Der SVW gewann nun die Mehrzahl der Zweikämpfe und kreierte weitere Möglichkeiten. Vor allem Hebisch erwies sich als ein Unruheherd und vergab noch zweimal (28., 36.). Als der Ball dann endlich mal drin war, stand der Mittelstürmer knapp im Abseits, Gianluca Korte hatte abgezogen und Keeper Daniel Batz konnte das Spielgerät nur nach vorne abklatschen lassen (39.). Zur Halbzeit war es ein 0:0 der besten Sorte.

Unverändert kamen beide Teams wieder auf den Rasen. Also neben dem späteren Torschützen Sommer auch Mete Celik und Mirko Schuster, die für die verletzten Andreas Ivan (Knöchelprellung), Hassan Amin (Adduktorenprobleme) und Kevin Conrad (Zahnverletzung) in die Startelf rückten. Eine Schwächung bedeuteten die Umstellungen nicht. "Wir haben die Posiionen eins zu eins ausgetauscht. Die neu hinzugekommenen Spieler haben gut trainiert. Ich hatte da keine Sorgen", meinte Coach Bernhard Trares. Der SVW knüpfte mit dem Wiederanpfiff an die starke Leistung der ersten Halbzeit sofort an. Schon früh wurde der Gegner attackiert und endlich wurden die Bemühungen auch belohnt. Sommer ließ sich nicht vom Ball trennen, legte an der Strafraumgrenze rechts auf Dorian Diring um sich selbst in eine optimale Schussposition zu bringen und fand nach dem Rückpass seines Mitspielers die Lücke zum 0:1 (54.). Vom Tabellenführer kam aus dem Spiel heraus erstaunlich wenig. Aber bei Standardsituationen waren sie stets brandgefährlich. Nur zwei Minuten nach der 1:0-Führung der Gäste segelte wieder ein Ball in den Strafraum, doch auch gegen Marco Holz ließ sich Scholz kein faules Ei ins Tornetz legen, eine Monsterparade (56.). "Wir tun uns momentan schwer gegen stark verteidigende Mannschaften", musste FC-Coach Dirk Lottner in der Folge mitansehen, wie sein Team anrannte und immer wieder Gefahr lief, in Konter zu laufen. Diese spielte der SVW aber zu ungenau aus, um die Partie frühzeitig zu entscheiden. Erneut Sommer (72.) sowie die eingewechselten Maurice Deville (82.) und Benedikt Koep (83.) vergaben aus aussichtsreicher Position. Doch am Ende reichte es auch so. "Die Anfangsphase von Saarbrücken haben wir gut überstanden und ab der 20. Minute hatten wir viele Ballgewinne und bekamen so das Spiel mehr und mehr in den Griff. Wir haben heute einen starken Gegner geschlagen und so die Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt punktemäßig wieder wettgemacht", bilanzierte Trares.

SV Waldhof: Scholz - Meyerhöfer, Mi.Schuster, Nennhuber, Amin - Ma. Schuster, Di Gregorio - Diring, G. Korte (75.Deville), Sommer (81.Tüting) - Hebisch (66.Koep)

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