SV Waldhof

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SV Waldhof: Präsidium gibt Rücktritt bekannt

Archivartikel

Mannheim.Wie der SV Waldhof am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, haben Klaus Geschwill, Markus Ritzmann und Alexander Rudnick ihre Ämter im Aufsichtsrat des SV Waldhof niedergelegt. Zusammen mit Klaus Bittinger werden sie in der kommenden Mitgliederversammlung geschlossen als Präsidium zurücktreten, heißt es darin weiter. In der Versammlung soll ein neues Präsidium gewählt werden, bis dahin bleiben die vier in ihrer Funktion als Präsidiumsmitglieder noch im Amt.

Geschwill, Ritzmann, Rudnick und Bittinger bedauern der Meldung zufolge ihren Rücktritt. Unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung der 50+1-Regel des DFB hätten immer wieder zu Reibungspunkten geführt, die für den Spielbetrieb nicht förderlich seien. Um den Erfolg der Mannschaft und des Trainers nicht wegen interner Konflikte zu gefährden, wollen sie die Ämter zur Verfügung stellen. 

Die Nachricht mit Zündstoff erreichte Geldgeber Bernd Beetz im Land der aufgehenden Sonne. „Der Rücktritt des Präsidiums hat mich überrascht“, sagte der Mäzen des Fußball-Regionalligisten SV Waldhof: „Ich möchte mich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Derzeit bin ich auf Geschäftsreise in Japan und möchte mich nicht weiter dazu äußern.“

Komplett frei von Störungen und Irritationen war das Verhältnis zwischen dem Präsidium des SV Waldhof und Bernd Beetz seit der vollzogenen Ausgliederung der Profi-Mannschaft in eine Spielbetriebs-GmbH Anfang 2017 nie. Hinter geschlossenen Türen knarzte es häufiger vernehmlich, aber am Ende rauften sich beide Parteien doch immer wieder im Sinne des Vereins zusammen. „Dass Dinge ausdiskutiert werden, ist klar, und endlosen Frieden haben wir erst auf dem Friedhof, von dem wir hoffentlich noch weit entfernt sind. Man darf aber nicht hinter jedem Grashalm, der sich bewegt, einen Sturm vermuten“, sagte Parfüm-Millionär Beetz noch im Winter-Trainingslager 2018 in Portugal dieser Zeitung zu den aufgetretenen Differenzen zwischen den Vereinsvertretern und der Investorenseite. Der Tenor damals noch: Wir haben eine gemeinsame Geschäftsgrundlage gefunden. (onja, alex, akj)

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