SV Waldhof

Fußball-Regionalliga SV Waldhof reist am Freitag zur U 23 des FSV Mainz 05 – und kann die Konkurrenten in Zugzwang bringen

Trares will Druck hochhalten

Mannheim.Mit dem aus Waldhof-Perspektive durchaus interessanten Duell der direkten Konkurrenten um den zweiten Relegationsplatz in der Fußball-Regionalliga Südwest hat sich Bernhard Trares nicht eingehender beschäftigt. Der SVW-Trainer registrierte den Offenbacher 3:0-Erfolg gegen Elversberg am vergangenen Wochenende nur am Rande und beobachtete stattdessen lieber live im Stadion den Heimauftritt des Karlsruher SC gegen Fortuna Köln (1:0) – am 18. April müssen die Mannheimer im Halbfinale des Badischen Verbandspokals im brisanten Derby beim Drittligisten im Wildpark ran.

„Ich blicke jetzt nicht auf Offenbach, Mainz 05 ist unser Gegner. Darauf fokussiere ich mich“, outet sich Trares als Vertreter der „Von-Spiel-zu-Spiel-denken“-Doktrin und fügt hinzu: „Was Offenbach macht, können wir nicht beeinflussen. Wir können nur Mainz II beeinflussen. Wenn wir unsere Aufgaben erfüllen, wird es spannend.“ Derzeit liegen die Mannheimer als Dritter einen Zähler hinter den Kickers, die aber noch ein Spiel mehr in der Hinterhand haben. Einiges deutet momentan auf einen Zweikampf zwischen Waldhof (44 Punkte/23 Spiele) und Offenbach (45/22) um das zweite Ticket für die Aufstiegsspiele hinter dem enteilten Spitzenreiter Saarbrücken (56/23) hin, bei dem der SC Freiburg II (40/22) und die SV Elversberg (37/23) Außenseiter-Chancen besitzen.

Am Freitag (Anstoß 20.30 Uhr) reist der SVW zur U 23 des Fußball-Bundesligisten aus Rheinhessen ins Bruchweg-Stadion – und der in der Winterpause gekommene neue Waldhof-Coach peilt nach dem 3:0-Sieg bei seinem Debüt gegen die Stuttgarter Kickers den nächsten Dreier an – auch, um die Konkurrenz zum Auftakt des 24. Spieltags gleich ein wenig unter Druck zu setzen. „Wir haben den kleinen psychologischen Vorteil, am Freitag vorlegen zu können“, betont der 52-Jährige: „Wir wollen das Spiel selbstverständlich gewinnen.“

Warnung vor Lappe

Der Schlüssel zum Erfolg wird laut Trares sein, den technisch gut ausgebildeten Mainzern mit „Männerfußball“ zu begegnen und ihnen über Präsenz in den Zweikämpfen „den Spaß zu nehmen“. Torhüter Markus Scholz mahnt zudem in Erinnerung der schmerzhaften 1:3-Heimniederlage aus dem Hinspiel an: „Wir müssen den stets gefährlichen Karl-Heinz Lappe in den Griff bekommen.“ Der Mainzer Angreifer steht mit 16 Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste und war auch im Carl-Benz-Stadion erfolgreich.

Die lange Trainingswoche – der Waldhof startete bereits am vergangenen Mittwoch in die Restrunde – haben die Blau-Schwarzen ohne größere Blessuren überstanden, bis auf die Rekonvaleszenten Michael Schultz und Raffael Korte sind alle Spieler grundsätzlich einsatzbereit. „Wir haben die Belastung gut gesteuert“, berichtet Trares, der mit der über weite Strecken überzeugenden Startelf aus der Partie gegen die Stuttgarter Kickers plant: „Da waren schon sehr viele Dinge dabei, die gut waren. Wir haben keinen Bedarf, etwas zu ändern.“

Der frühere Augsburger Marco Schuster hat sich mit einem guten Auftritt also zumindest vorerst im defensiven Mittelfeld neben Daniel di Gregorio festgespielt, in der Spitze hat Nicolas Hebisch einen kleinen Vorsprung vor Benedikt Koep, Patrick Mayer und Maurice Deville. Dies bedeute allerdings keinen „Freifahrtschein“, schränkt der Fußballlehrer aus Bensheim ein und verweist auf den intakten Konkurrenzkampf im Kader: „Die Mannschaft, die aufläuft, muss es auch bestätigen. Wir haben gute Spieler hintendran, die hungrig sind. Das sieht man im Training: Da sind schon ein paar, die mit den Hufen scharren.“