SV Waldhof

Fußball

Waldhof einigt sich mit dem DFB

Archivartikel

Mannheim.Darf der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Punktabzügen gegen seine Clubs in den sportlichen Wettbewerb eingreifen? Diese Frage sollte am nächsten Dienstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt auch grundätzlich geklärt werden. Doch der Termin zur Urteilsverkündigung wurde nun gestrichen, der Fußball-Drittligist SV Waldhof und der DFB haben sich auf einen Vergleich geeinigt, wie vor dem Liga-Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach bekannt wurde. Danach wird der Drei-Punkte-Abzug und die Geldstrafe von 25.000 Euro, die das DFB-Bundesgericht nach den pyrotechnischen Ausschreitungen und dem folgenden Spielabbruch verhängt hatte, nachträglich in einen Zwei-Punkte-Abzug und eine Geldstrafe von 10.000 Euro umgewandelt, von denen 7000 Euro bereits in Sicherheitsmaßnahmen investiert wurden. Der Punktabzug für den heutigen Drittligisten hat allerdings nur noch statischen Wert mit Blick auf die Abschlusstabelle der Saison 2018/2019.

"Wir sind weiter bei unserer Auffasung, dass wir hier im Recht sind. Aber der DFB hat von Beginn an durchblicken lassen, das Verfahren bei einer Niederlage in die nächste Instanz zu bringen. Wäre das damalige Urteil als nichtig erklärt worden, hätte uns eventuell ein neues Verfahren mit der Möglichkeit von Punktabzügen in der 3. Liga gedroht. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation war uns hier das Risiko einfach zu groß", erläuterte Geschäftsführer Markus Kompp die Zustimmung zum auch vom OLG angeregten Vergleich.

In erster Instanz vor dem Frankfurter Landgericht hatte der SVW noch Recht bekommen. Im Frühjahr 2019 wurde festgestellt, dass der DFB mit Punktabzügen unzulässig in den sportlichen Wettbewerb eingreife. Diese Haltung teilte das OLG nicht, wie in der mündlichen Verhandluing der Berufung im März dieses Jahres deutlich wurde. Der verhandelnde Senat machte aber Verfahrensfehler auf Verbandsseite aus, in welche Richtung das Urteil ausfallen würde war deshalb völlig offen. Entsprechend waren nun beide Seite um einen Vergleich bemüht, auch deshalb wurde die Urteilsverkündung mehrfach verschoben.

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