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Tennis Franzose Benoit Paire wieder betroffen

Corona-Chaos bei Turnier in Hamburg

Archivartikel

Hamburg.Der Grieche Stefanos Tsitsipas hatte am Mittwoch seinen ersten Auftritt in Hamburg. Doch über den mühelosen 6:3, 6:1-Sieg des populären Weltranglisten-Sechsten über den Briten Daniel Evans sprach niemand. Stattdessen ging es um Corona, Corona und noch einmal Corona. Im Mittelpunkt: Der bereits bei den US Open in New York positiv auf das Coronavirus getestete Franzose Benoit Paire. Der 31-Jährige gab seine Erstrunden-Partie gegen den Norweger Casper Ruud beim Stand von 4:6, 0:2 wegen Erschöpfung auf und sorgte danach mit dem Öffentlichmachen weiterer positiver Tests beim Tennis-Turnier in Hamburg für Aufsehen.

Paire schon wieder positiv? Und trotzdem bei den European Open am Start? Das sorgte für viele Fragen und heftige Diskussionen. Die Veranstalter um Turnier-Organisatorin Sandra Reichel beriefen extra eine Pressekonferenz mit Turnierarzt Dr. Volker Carrero ein, um ein bisschen Licht in den Corona-Dschungel zu bringen. Und Carrero schaffte es in der Tat, Antworten zu liefern. Die wichtigste: Dass Paire in Hamburg spielte, war absolut in Ordnung.

Mediziner liefert Antworten

Man müsse zwischen „einem ersten positiven Test und Re-Tests“ differenzieren, erklärte Carrero. Da Paire bereits am 28. August kurz vor Beginn der US Open positiv getestet worden sei und sich danach den Regeln entsprechend in Quarantäne befunden habe, handele es sich bei dem Franzosen um einen Re-Test. Und es sei nicht ungewöhnlich, dass bei diesen Re-Tests positive Ergebnisse auftauchen würden. „Das heißt aber nicht, dass sie infektiös sind. Ein positiver Test bedeutet nicht gleich Infektiosität, sondern nur nachgewiesenes Virus-Material“, erklärte der Mediziner.

Paire sei also nie für andere ansteckend gewesen, weshalb das Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel nach dem auffälligen Re-Test am Freitag am Samstag auch entschieden habe, dass Paire in Hamburg spielen dürfe. Nach einem weiteren positiven Ergebnis sei ein dritter Test in Hamburg am Dienstag dann negativ gewesen. „Wir wissen aus anderen Verläufen, dass es immer mal wieder diese Wechsel zwischen negativ-positiv-negativ geben kann“, sagte Carrero. 

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