Tennis

Tennis 22-jähriger Marterer ist die Überraschung von Paris

Gelassener Franke

Archivartikel

Paris.Die wieder erstarkende Andrea Petkovic und der aufstrebende Maximilian Marterer (Bild) schreiben kaum erwartete Tennis-Erfolgsgeschichten bei den French Open. Einen Tag nach dem Drittrunden-Einzug von Alexander Zverev erreichte zudem sein älterer Bruder Mischa Zverev die letzten 32 – bei weitem sein bestes Abschneiden in Paris. Für die große Überraschung sorgte gestern Marterer, er bezwang Kanadas Jungstar Denis Shapovalov 5:7, 7:6 (7:4), 7:5, 6:4. Damit steht der 22-jährige Franke wie schon bei den Australian Open im Januar unter den letzten 32 und trifft dort morgen auf den Esten Jürgen Zopp.

Marterer zeigt sich selbstbewusst: „Ich weiß, dass ich relativ weit oben im Draw bin.“ Zunächst warnte er vor dem Weltranglisten-136. Zopp, der als einer der sogenannten Lucky Loser nach verpasster Qualifikation nachträglich ins Hauptfeld rutschte. Der 30-Jährige habe in dieser Saison starke Ergebnisse gehabt. Nervös ist Marterer nicht angesichts der großen Chance, erstmals das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers zu erreichen. „Genau darum geht’s“, sagte der Aufsteiger. Gegen Shapovalov bewies der von Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann betreute Marterer zuvor keine Scheu und biss sich durch.