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Tennis Nach Angelique Kerber verabschiedet sich auch Julia Görges früh von den French Open

Miserable Auftaktbilanz

Archivartikel

Paris.Julia Görges und die deutschen Tennis-Damen erlebten einen weiteren Tag zum Vergessen, Yannick Maden steht vor dem größten Match seiner Karriere: Einen Tag nach dem Erstrunden-Aus von Angelique Kerber hat sich auch die deutsche Nummer zwei Görges schon überraschend früh von den French Open verabschiedet. Die 30-Jährige aus Bad Oldesloe unterlag am Montag der Estin Kaia Kanepi nach 92 Minuten 5:7, 1:6. Die miserable Bilanz komplettierten Antonia Lottner und Tatjana Maria, die ebenfalls schon in Runde eins scheiterten.

Für einen Stimmungsaufheller im Team des Deutschen Tennis Bundes sorgte ein 29 Jahre alter Qualifikant aus Stuttgart. Yannick Maden kam nach einem mehr als dreistündigen Kampf gegen den Belgier Kimmer Coppejans durch ein 7:6 (7:0), 7:5, 6:3 weiter und steht zum ersten Mal in seiner Karriere in der zweiten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Dort bekommt es die Nummer 114 der Weltrangliste mit dem elfmaligen Champion und Titeltopfavoriten Rafael Nadal zu tun. „Klar ist das super, hier in Roland Garros gegen ihn zu spielen. Ich werde mein Bestes versuchen und hoffe, dass ich einigermaßen gut dastehen kann“, sagte Maden „unglaublich glücklich“.

Nadal hatte dem Karlsruher Yannick Hanfmann beim 6:2, 6:1, 6:3 keine Chance gelassen. Ausgeschieden in der Herren-Konkurrenz ist auch Mischa Zverev. Der ältere Bruder des Weltranglisten-Fünften Alexander Zverev unterlag dem Franzosen Richard Gasquet 3:6, 4:6, 3:6. Für Alexander Zverev beginnt das Sandplatz-Spektakel am Dienstag gegen den Australier John Millman.

Auch Görges wäre gerne länger in der französischen Hauptstadt geblieben. „Es ist keine leichte Situation für mich gerade. Ich wollte natürlich eine bessere Sandplatz-Saison spielen“, sagte sie und reflektierte das Match gegen Kanepi mit den Worten: „Es ist schon bitter, am Ende ging’s ein bisschen zu schnell.“

Wie Kerber hatte auch Görges zuletzt mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Bei ihrem Lieblingsturnier in Stuttgart berichtete sie nach ihrer Aufgabe in der ersten Runde von Problemen mit der Halswirbelsäule. In Rom verletzte sie sich am Oberschenkel und sagte für Nürnberg ab. „Körperlich ist es bislang ein sehr bescheidenes Jahr“, sagte Görges, versicherte aber, dass sie ohne Schmerzen gespielt habe und es dem Körper „soweit gut“ gehe.