Tennis

Tennis: Erstliga-Auftakt gegen TK BW Aachen

TC Weinheim stellt sich breiter auf

Archivartikel

„Wir sind stärker als letztes Jahr und breiter aufgestellt. Aber der Verbleib in der Tennis-Bundesliga wird kein Selbstläufer.“ Frank Wintermantel, Kapitän des TC Weinheim, ist heiß auf den Saisonstart am Sonntag gegen den TK BW Aachen. Eine Mannschaft, die die Weinheimer im Heimspiel schlagen sollten, wenn sie ihr Saisonziel erreichen wollen. Die Liga, mit gleich 30 Top-100-Spielern der Weltrangliste bestückt, ist im Vergleich zum Vorjahr sicher nicht schwächer geworden.

Weinheim.Dafür wird der TC Weinheim in seinem dritten Erstliga-Jahr noch internationaler: ein Australier, ein Norweger, drei Italiener, ein Spanier, ein Schwede, ein Argentinier, ein Franzose und sogar ein Spieler aus der Dominikanischen Republik – vom deutschen Stammpersonal sind Kapitän Frank Wintermantel, Moritz Baumann, Yannick Hanfmann und Jonas Lütjen geblieben. Der erst 18-jährige Moritz Hoffmann stößt als Youngster des Stammvereins an Position 15 hinzu.

Spitzenspieler ist wieder John Millman. Der Australier hat sein Herz an Weinheim verloren und will seinen Jungs auch dieses Jahr zum Ligaverbleib verhelfen. Der Norweger Casper Ruud, der im vergangenen Jahr nur zweimal zum Einsatz kam, hat einen Riesensprung gemacht und sich in den Top 60 der Weltrangliste etabliert. Mit dem einstigen Top-Ten-Spieler Nicolas Amagro haben die Badener einen großen Namen verpflichtet. Ob der Spanier nach langer Verletzungspause aufschlagen kann, muss sich aber erst zeigen.

Internationales Team

Andrea Arnaboldi ist ebenfalls neu zum Team gestoßen: Der Italiener kommt von Absteiger Reutlingen und hat sich für das Hauptfeld von Wimbledon qualifiziert. Renzo Olivo, Argentinier mit italienischen Pass, sammelte in Krefeld und Aachen bereits Bundesliga-Erfahrung. Er passt, ebenso wie der Schwede Jonathan Mridha, ins Weinheimer Teamkonzept.

„In den letzten Jahren hat sich ja immer wieder gezeigt, dass nicht die nominell beste Mannschaft vorne mitmischen kann, sondern die, die das konstant beste Team hat“, sagt Wintermantel.

Was den Teamgeist angeht, hatte Weinheim sowieso noch nie Probleme. Allerdings gingen dem TC 02 zum Ende der vergangenen Saison nach gutem Start Spieler und Luft aus. Vor allem die Spitzenleute hatten sich in den späteren Spielen Richtung US Open verabschiedet. Das hoffen die Bergsträßer jetzt mit einem breiteren Kader auffangen zu können. Und das, obwohl Weinheim mit einem Etat von 150 000 Euro auch in seinem dritten Erstliga-Jahr zu den „Kleinen“ unter den Großen zählt. at/ü