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Tennis Nach dem souveränen Einzug ins Viertelfinale des Davis Cups sieht das deutsche Team auch gegen Großbritannien Chancen

„Unsere Reise ist noch nicht beendet“

Archivartikel

Madrid.Zweites Spiel, zweiter Sieg: Deutschlands Tennis-Team hat bei der Davis-Cup-Endrunde souverän das Viertelfinale erreicht und will nun gegen Großbritannien mit Andy Murray für die nächste Überraschung sorgen. „Unsere Reise hier ist noch nicht beendet“, sagte Spitzenspieler Jan-Lennard Struff nach seiner ärgerlichen, aber bedeutungslosen Niederlage gegen den Chilenen Cristian Garin. „Die Briten haben eine gute Mannschaft, aber wir wollen gewinnen“, sagte die deutsche Nummer eins mit Blick auf das Duell gegen Murray und Co. an diesem Freitag (17.30 Uhr) in Madrid.

Gegen Chile setzte sich Deutschland mit 2:1 durch. Den entscheidenden Punkt holten Kevin Krawietz und Andreas Mies im Doppel. Die French-Open-Champions setzten sich gegen Alejandro Tabilo und Marcelo Barrios Vera mit 7:6 (7:3), 6:3 durch und bleiben bei ihrem Davis-Cup-Debüt damit ungeschlagen.

Da Philipp Kohlschreiber am Donnerstag im ersten Einzel mit 6:4, 6:3 gegen Nicolas Jarry gewonnen hatte, stand das Weiterkommen der Deutschen bereits frühzeitig fest. Nach dem klaren 3:0 am Mittwoch gegen Argentinien hatte die Auswahl von Teamchef Michael Kohlmann nur noch einen Punkt zum Einzug in die K.o.-Runde benötigt.

Das 7:6 (7:3), 6:7 (7:9), 6:7 (8:10) von Struff gegen Garin im Spitzenduell fiel nicht ins Gewicht. „Dass wir hier nach vier Spielen bereits im Viertelfinale stehen, hätte ich nicht gedacht“, sagte Struff. „Großes Kompliment an die Jungs. Ich denke, gegen Großbritannien stehen die Chancen 50:50“, sagte Kohlmann.

Kohlschreiber benötigte vor nicht einmal 1000 Zuschauern im zweitgrößten Stadion im La Caja Magica lediglich 68 Minuten für seinen Erfolg. „Ich habe richtig gutes Tennis vom Anfang bis zum Ende gespielt“, sagte der 36 Jahre alte Augsburger nach der Partie. Die Nummer 79 der Welt hatte schon am Mittwoch sein Einzel gegen den Argentinier Guido Pella gewonnen und damit die Weichen für den am Ende klaren 3:0-Sieg der Deutschen gestellt.

Nachdem er am Mittwoch im ersten Satz noch ein paar Probleme gehabt hatte, war Kohlschreiber gegen Jarry von Beginn an voll da. Mit druckvollem Spiel ließ er den Chilenen nie in Schwung kommen und gewann bereits nach 37 Minuten den ersten Durchgang. Auch im zweiten Satz war der deutsche Routinier tonangebend.

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