Tennis

Tennis Hamburger im French-Open-Viertelfinale gegen Österreicher Dominic Thiem ohne Chance

Verletzter Zverev scheidet in Paris aus

Archivartikel

Paris.Eine Oberschenkelverletzung hat den tief enttäuschten Alexander Zverev in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale auf bittere Weise ausgebremst. Der angeschlagene Hamburger war im French-Open-Viertelfinale gegen den Österreicher Dominic Thiem beim 4:6, 2:6, 1:6 ohne Chance.

Damit verpasste es der Weltranglisten-Dritte, als erster deutscher Tennisprofi seit 22 Jahren das Halbfinale der French Open zu erreichen. Nach zuvor drei kräftezehrenden Fünf-Satz-Siegen in Serie musste Zverev den bisherigen Belastungen im Turnier offenbar Tribut zollen. „Natürlich ist es wirklich hart für ihn“, sagte Thiem. „Er ist einer der Fittesten, aber auch für ihn ist es hart, drei Fünf-Satz-Matches in Folge bei einem Grand Slam zu spielen. Ich hoffe, wir haben noch viele Partien so spät bei Grand-Slam-Turnieren gegeneinander. Wenn er wieder fit ist, dann wird viel besser.“

Kerber spielt heute um Halbfinale

Thiem steht zum dritten Mal nacheinander unter den letzten Vier in Paris, der 24-Jährige trifft morgen in der Vorschlussrunde entweder auf den früheren Paris-Sieger Novak Djokovic aus Serbien oder den italienischen Außenseiter Marco Cecchinato. Bei den Damen kann heute noch Angelique Kerber ins Halbfinale einziehen, sie trifft in ihrem zweiten French-Open-Viertelfinale auf die Rumänin Simona Halep. Als erste Halbfinalistin steht bereits die Amerikanerin Madison Keys fast.

Zverev wollte als erster deutscher Herr seit Michael Stich 1996 unter die letzten Vier im Stade Roland Garros, doch schon im dritten Spiel des ersten Satzes griff sich der 21-Jährige zum ersten Mal an die Rückseite des linken Oberschenkels. Zum 3:4 verlor Zverev seinen Aufschlag, nach 39 Minuten beendete Thiem mit einem Ass den Satz.

Im zweiten nahm er Zverev an einem bleigrauen, aber nicht kalten Tag zum 2:1 erneut das Service ab und ließ seinen Kontrahenten im insgesamt siebten Duell der beiden laufen. Nach 1:50 Stunden durfte diesmal wieder der Weltranglisten-Achte aus Österreich jubeln.