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Tennis Der 22-Jährige spielt in Melbourne um den Einzug ins Halbfinale der Australian Open / Angelique Kerber ausgeschieden

Viertelfinal-Premiere für Zverev

Archivartikel

Melbourne.Alexander Zverev gibt dank eines Klasse-Auftritts seine Viertelfinal-Premiere bei den Australian Open, Angelique Kerber muss sich nach einem großen Kampf verabschieden. Nach dem Achtelfinale haben sich die Wege der beiden deutschen Tennis-Hoffnungsträger in Melbourne getrennt. Die Siegerin von 2016 hatte der Russin Anastassija Pawljutschenkowa am Montag im dritten Satz nicht mehr genug entgegenzusetzen. Mit dem 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 2:6 erfüllten sich ihre Hoffnungen auf das erste Grand-Slam-Viertelfinale seit ihrem Wimbledon-Triumph 2018 nicht.

Zverev dagegen beeindruckte gegen den Russen Andrej Rubljow, setzte sich mit 6:4, 6:4, 6:4 durch und zog zum ersten Mal beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in die Runde der besten Acht ein. „Unglaublich. Ich habe großartige Matches gegen großartige Gegner gespielt“, sagte der Hamburger im Siegerinterview auf dem Platz. „Ich bin glücklich, wie ich spiele“, ergänzte der Weltranglisten-Siebte und erinnerte an die Unsicherheit nach seinem schwachen Saisonauftakt mit drei Niederlagen beim ATP Cup.

Nun fordert Zverev den Schweizer Routinier Stan Wawrinka heraus und kämpft um den Einzug in sein erstes Grand-Slam-Halbfinale. „Ich spiele gegen einen früheren Champion. Das wird sehr schwierig. Aber ich bin bereit“, sagte der 22-Jährige. Die Bilanz: 2:0 für den jungen Hamburger. Doch Wawrinka holte 2014 in Melbourne den Titel und nahm am Montag in fünf Sätzen den russischen US-Open-Finalisten Daniil Medwedew aus dem Turnier.

Im Achtelfinale gegen den gleichaltrigen Rubljow, einen Freund aus Kindertagen, lief es für den 1,98 Meter großen Norddeutschen optimal. Mit zwei Titelgewinnen war Rubljow ins neue Jahr gestartet – doch Zverev holte sich die Breaks zum 4:3 im ersten, zum 1:0 im zweiten Satz und zum 5:4 im dritten Satz und behauptete sich unerwartet glatt gegen die Nummer 16 der Welt.

Kerber machte in ihrem ersten Grand-Slam-Achtelfinale seit einem Jahr im ersten Satz ein 2:5 wett, schulterte am Ende aber als Verliererin ihre Tasche und verließ mit einem kurzen Winken den Court. Pawljutschenkowa, 2011 mal die Weltranglisten-13., entpuppte sich von Beginn als eine Gegnerin der anderen Klasse als Kerbers vorherige drei Kontrahentinnen. Die Russin diktierte das Geschehen und scheuchte die Schleswig-Holsteinerin phasenweise über den Platz.

Lob von deutscher Tennis-Chefin

In der Margaret-Court-Arena konnte die Weltranglisten-18. aus Kiel so manchem Ball chancenlos nur hinterherschauen. Zwar steigerte sich Kerber, feierte mit einem lauten „Come on“ und der Faust den Gewinn des ersten Satzes. Doch nach dem verlorenen Tiebreak im zweiten Satz drehte sich die Partie zugunsten der Russin, die in der dritten Runde auch die tschechische Weltranglisten-Zweite Karolina Pliskova bezwungen hatte.

Die deutsche Damentennis-Chefin Barbara Rittner lobte dennoch Kerbers Auftritt nach vorherigen Oberschenkelproblemen und bescheinigte ihr via Twitter ein Weltklassematch mit Herz. „Angie hat alles auf dem Platz gelassen ...darauf lässt sich wirklich aufbauen!!“, schrieb Rittner. 

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