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Öffentlicher Dienst Verdi fordert Anerkennung für Einsatz in der Corona-Krise / Kundgebung in Mannheim

Angebot der Arbeitgeber verärgert Beschäftigte

Mannheim/Berlin.Die Gewerkschaften haben ein Angebot der Arbeitgeber von Bund und Kommunen im öffentlichen Dienst am Freitag umgehend als unzureichend abgelehnt. Das erklärten die Verhandlungsführer von Verdi und dbb Beamtenbund, Frank Werneke und Ulrich Silberbach. „Die angebotenen Lohnsteigerungen sind geradezu respektlos“, kritisierte Werneke.

Die Arbeitgeber hatten in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus für ein Jahr von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.

In Mannheim legten am Freitag mehr als 2000 Beschäftigte in städtischen Ämtern, Kinder- und Seniorentagesstätten, am Klinikum und in Pflegeeinrichtungen sowie bei den Verkehrsbetrieben die Arbeit nieder. In mehreren Demonstrationszügen versammelten sich die Streikenden am Vormittag zu einer Kundgebung auf dem Alten Meßplatz, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Die stellvertretende Verdi-Landesleiterin Hanna Binder forderte, dass „nach dem Applaus in der Corona-Krise nun ein Zuwachs in der Lohntüte“ kommen müsse. Beschäftigte des Mannheimer Universitätsklinikums, so kündigte die Gewerkschaft an, treten ab Montag erneut in den Warnstreik. lang/dpa

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