Thema des Tages

BASF-Unglück

Angeklagter schweigt

Archivartikel

Frankenthal.Begleitet von einem riesigen Medienaufgebot hat gestern vor dem Landgericht Frankenthal die juristische Aufarbeitung des BASF-Unglücks begonnen. Weil er die falsche Rohrleitung angeschnitten haben soll, muss sich ein Leiharbeiter wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Bei der Explosion 2016 waren fünf Menschen getötet und 44 verletzt worden. Der 63-Jährige will sich erst im Verlauf des Verfahrens äußern.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Schweißer seinen Trennschleifer aus Unachtsamkeit an der falschen Leitung angesetzt hatte. Für Nebenklage-Vertreter Alexander Klein spielt die Kennzeichnung der Rohre eine zentrale Rolle. Der BASF gibt er eine „moralische Mitschuld“. Heute sollen zwei Feuerwehrleute aussagen, die verletzt worden waren. sin