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Platzmangel Familien nehmen immer öfter Hunde aus dem Ausland auf und sind dann damit überfordert

Aufnahmestopp im Mannheimer Tierheim

Archivartikel

Mannheim.Das Mannheimer Tierheim muss zurzeit Privatleute, die ein Tier abgeben wollen, zu anderen Anlaufstellen schicken. „Wir haben aktuell einfach keinen Platz mehr“, berichtet Herbert Rückert, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Er müsse immer noch für Notfälle, die von den Behörden gebracht werden, etwas Freiraum schaffen können, berichtet er. Mehr sei aber im Moment absolut nicht möglich.

Die Stadt Mannheim hat im vergangenen Jahr 310 Fundtiere registriert. Dabei handelt es sich um Hunde, Katzen, Nagetiere, Ziervögel oder Reptilien, die entweder ausgesetzt wurden oder entlaufen sind. 2018 zählte die Stadt 62 Hunde, 145 Katzen, 32 Nagetiere, 50 Ziervögel und 21 ungiftige Reptilien. Im Jahr zuvor waren 340 aufgefundene Tiere registriert worden. Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Nach Angaben von Herbert Rückert würden seit einigen Jahren vor allem viele Hunde aus dem Ausland in den Heimen landen. Dieses Problem betreffe nicht nur Mannheim, es sei ein bundesweites Phänomen, erklärt er. Tierliebe Familien würden sich immer häufiger Hunde vermitteln lassen, um sie im Ausland von der Straße zu retten. Den meisten fehle allerdings die Erfahrung, mit diesen oft verhaltensgestörten Tieren umgehen zu können, bemängelt er. Das Tierheim lädt am Sonntag, 6. Oktober, zum „Tag der offenen Tür“ein.

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