Thema des Tages

Notfall Großeinsatz in Heidelberg / Schwimmbäder schließen / Krankenhäuser betroffen

Aufregung um blaues Trinkwasser

Heidelberg.Blaues Wasser aus der Leitung hat in Heidelberg und Teilen des Rhein-Neckar-Kreises für Beeinträchtigungen gesorgt. Mehrere Bürger meldeten gestern Morgen eine Verfärbung des Wassers.

Daraufhin waren Bewohner aufgefordert worden, im gesamten Stadtgebiet von Heidelberg sowie im benachbarten Dossenheim kein Leitungswasser mehr zu nutzen. Selbst vom Händewaschen oder Duschen war vorsorglich abgeraten worden. Um was für einen Stoff es sich bei der Verunreinigung handelte, blieb zunächst unklar. Erst am Nachmittag konnte Entwarnung gegeben werden.

Die Analysen des Wassers hätten keine Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung ergeben, teilte ein Sprecher der Stadt Heidelberg mit. Bei der Blaufärbung des Wassers soll es sich um eine natürliche Schwankung in der Zusammensetzung des Wassers gehandelt haben.

Als Quelle der Färbung war nach Auskunft des Gesundheitsamts Heidelberg ein Brunnen des Wasserwerks Entensee im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim ausgemacht worden. Das Werk wurde daraufhin vom Netz genommen und Analysen des Wassers in Auftrag gegeben.

Hallenbäder geschlossen

Am Vormittag wurden in Heidelberg alle drei Hallenbäder – das City-Bad im Darmstädter-Hof-Centrum, das Hasenleiser in Rohrbach und das Köpfel in Ziegelhausen – geschlossen. Wie eine Sprecherin der Stadtwerke sagte, sei auch das Gisela-Mierke-Bad in Eppelheim dichtgemacht worden.

Beim Deutschen Krebsforschungszentrum musste die Laborarbeit eingestellt werden, sagte Sprecherin Sibylle Kohlstädt. Die Auswirkungen seien beträchtlich, denn manche Experimente müssten womöglich auf Eis gelegt werden. Beeinträchtigungen gab es am Universitätsklinikum Heidelberg. Notfälle hätten aber behandelt und laufende Operationen zu Ende geführt werden können, teilte eine Klinikum-Sprecherin mit.

Das Krankenhaus Salem in Handschuhsheim habe eine Lastwagenladung Mineralwasser bestellt, berichtete Geschäftsführer Jürgen Unrath. Supermarktfilialen der Region verzeichneten mehr Absatz von Mineralwasser. (mit dpa)

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