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Corona-Verordnungen Städte der Region entscheiden Mitte September über Festlichkeiten und Veranstaltungen

Bangen um Weihnachtsmärkte

Archivartikel

Rhein-Neckar.Werden in diesem Jahr in der Region Weihnachtsmärkte veranstaltet, und wie könnten diese unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie aussehen? In Mannheim ist noch nichts entschieden: „Es ist noch nicht möglich, eine Aussage über die Weihnachtsmärkte zu treffen“, sagt Christine Igel, Geschäftsführerin der städtischen Tochter Event und Promotion, die den Markt auf den Kapuzinerplanken organisiert.

Die endgültige Entscheidung soll Mitte September fallen. Bis dahin stehen die Veranstalter in ständigem Austausch mit der Stadt. In der Regel haben die Organisatoren um diese Zeit die Planungen für die Märkte bereits abgeschlossen. „Wir sind eigentlich schon relativ spät dran“, sagt Jan Goschmann, Geschäftsführer der Mannheimer Ausstellungs-Gesellschaft, die mit ihrer Tochtergesellschaft Mannheimer Weihnachtsmarkt das Budendorf am Wasserturm organisiert. „Normalerweise fangen wir direkt nach dem Maimarkt an zu planen, es wird jetzt wirklich knapp.“ Man müsse bald die Stände an die Aussteller vergeben, auch Personalplanungen müssten getroffen werden.

Ebenfalls unklar sind Umfang und Gestaltung des Märchenwalds auf dem Paradeplatz. „Wir spielen verschiedene Dinge durch, inwieweit sie möglich sind, aber am Schluss entscheidet das Gesundheitsamt“, erklärt Geschäftsführer Markus Rick. Sicher ist indes, dass die Innenstadt wieder festlich beleuchtet wird.

Mehrere Varianten in Planung

Die Verantwortlichen in Ludwigshafen halten sich bezüglich der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes am Berliner Platz noch bedeckt. „Die Planungen laufen. Wir bereiten uns auf mehrere Varianten vor“, sagt ein Sprecher der Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom). Für konkrete Aussagen müsse zunächst die neue Corona-Verordnung des Landes am 15. September abgewartet werden. Darauf verweist auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), die den Gedanken, einen Weihnachtsmarkt anzubieten, aber grundsätzlich befürwortet. Die Schausteller in der Chemiestadt bauen unterdessen fest auf den Termin.

Auch das Heidelberger Stadtmarketing hofft darauf, seine Weihnachtsmärkte auf den verschiedenen Plätzen durchführen zu können. Dazu gibt es ein Hygienekonzept, das unter anderem eine Einbahnregelung auf den Märkten vorsieht und auf Tische komplett verzichtet. Man warte mit der Entscheidung bis zum Schluss, sagt Marketing-Chef Mathias Schiemer. Definitiv abgesagt ist der Weihnachtsmarkt im pfälzischen Deidesheim, weil hier kein Hygienekonzept umzusetzen sei.

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