Thema des Tages

Anilin Drittgrößter Standort des Unternehmens soll bis 2030 entstehen

BASF investiert Milliarden in China

Ludwigshafen.Die BASF plant eine Rekordinvestition in China. Wie der Ludwigshafener Chemiekonzern gestern mitteilte, will er bis 2030 für rund 8,5 Milliarden Euro einen Verbund-standort in der südchinesischen Provinz Guangdong bauen. Es wäre mit rund 2000 Beschäftigten und weiteren 1000 Angestellten von Zulieferern die drittgrößte Produktionsanlage des Unternehmens und die größte Investition in der Firmengeschichte.

Bislang betreibt die BASF weltweit sechs Verbundstandorte. Die größten befinden sich in Ludwigshafen und im belgischen Antwerpen. Auch in Nanjing in China unterhält das Unternehmen bereits einen solchen Produktionsverbund.

Der neu geplante soll den Süden des Landes versorgen. Nach Angaben des größten Chemiekonzerns der Welt haben sowohl die chinesische Regierung als auch die Regierung der Provinz Guangdong dem Projekt zugestimmt. Eine entsprechende Absichtserklärung haben der BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller und Lin Shaochun, Vize-Gouverneur der Provinz Guangdong, gestern in Berlin im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichnet.

Mit einer Machbarkeitsstudie soll nun bis Ende 2019 der genaue Standort gefunden werden. Stimmen dann BASF-Vorstand und die chinesischen Behörden den Plänen zu, soll 2023 mit dem Bau begonnen werden. Die ersten Anlagen könnten 2026 in Betrieb gehen. Mit der Fertigstellung wird etwa 2030 gerechnet.

Kanzlerin Merkel und der chinesische Ministerpräsident Li trafen sich zum Auftakt der fünften deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin. Beide sprachen sich für einen „reibungslosen Handel“ und gegen Abschottung aus. (mit dpa)