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Chemie Ludwigshafener Konzern will in der Lausitz Anlage für Batteriematerialien bauen / Teil eines europäischen Konzeptes

BASF investiert Millionen am Standort Schwarzheide

Ludwigshafen/Schwarzheide.Seit Monaten hofft Schwarzheide auf den Zuschlag, jetzt hat es die BASF offiziell bestätigt: Der Chemiekonzern baut am brandenburgischen Standort die neue Anlage für Batteriematerialien. Dort sollen Kathoden für die Batterien von Elektroautos produziert werden. Mehr als 150 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Anlage ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans der BASF zum Aufbau einer europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Bisher werden Autobatterien vorwiegend in Asien hergestellt. Die Europäische Kommission will das ändern und hat ein Förderprogramm aufgelegt, von dem auch deutsche Unternehmen wie BASF profitieren sollen.

Die Vorprodukte soll Schwarzheide aus einer ebenfalls neuen Fabrik im finnischen Harjavalta beziehen. Beide Anlagen sollen 2022 in Betrieb gehen. Ihre Produktionskapazität ist auf die Ausstattung von rund 400 000 Elektro-Fahrzeugen pro Jahr mit BASF-Batteriematerialien ausgelegt. Zur Höhe der Investition in Schwarzheide und der EU-Fördermittel macht das Unternehmen keine Angaben.

Schwarzheide liegt in der Lausitz, einer Region, die vom deutschen Kohleausstieg besonders betroffen ist. Auch der US-Elektroautobauer Tesla will dort eine Fabrik ansiedeln.

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