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Explosion Gutachter benennen durchtrennte Leitung als Unglücksursache in Ludwigshafen

BASF-Rohr „wie ein Flammenwerfer“

Frankenthal.Wie ein unkontrollierter Gartenschlauch muss das 30 Zentimeter dicke Stahlrohr im Rohrgraben des Landeshafens Nord herumgewirbelt sein. Und als sich das Ethylen darin entzündet habe, sei das „wie ein Flammenwerfer“ gewesen, berichtete die Sachverständige gestern am Landgericht Frankenthal.

Es war der Tag der Gutachter im Prozess um die BASF-Explosion vom 17. Oktober 2016, bei der fünf Menschen ums Leben kamen und 44 zum Teil schwer verletzt wurden. Es hat eine Vielzahl von Bränden und Explosionen gegeben, die aber alle auf eine Ursache zurückzuführen seien – den Schnitt an der mit hochentzündlichem Buten gefüllten Rohrleitung. Ein Kriminaltechniker hatte den Anschnitt und einen Trennschleifer samt Trennscheiben untersucht und sogar eine eigene Methode dafür entwickelt. Welche Trennscheibe verwendet worden sei, könne aber nicht ermittelt werden.

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