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Beschäftigung Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt große regionale Unterschiede während der Corona-Maßnahmen

Besonders wenige Kurzarbeit-Anzeigen in Ludwigshafen

Ludwigshafen.In Ludwigshafen ist in der Corona-Krise bisher für besonders wenige Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt worden. Das hat eine Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Demnach haben Firmen in Ludwigshafen im März und April nur für 11,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt – das war bundesweit die niedrigste Quote. Spitzenreiter ist die Stadt Emden mit einer Quote von 56 Prozent. In Emden ist ein großes VW-Werk angesiedelt. In Mannheim lag die Quote bei 31,8 Prozent.

Die Hans-Böckler-Stiftung hat für ihre Untersuchung Daten der Bundesagentur für Arbeit aus 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten ausgewertet. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass vor allem in Regionen, in denen die Metall- und Elektroindustrie oder die Tourismusbranche eine große Rolle spielen, für viele Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt wurde. Standorte wie Ludwigshafen, an denen es große Chemie- oder Pharmaunternehmen gebe, seien weniger betroffen, da dort die Auftragseinbrüche nicht so stark gewesen seien. Am Stammsitz der BASF in Ludwigshafen spielt Kurzarbeit bisher nur eine sehr untergeordnete Rolle: Zuletzt waren etwa 200 der knapp 35 000 Beschäftigten dort betroffen.

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