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Mobilität Studie dokumentiert, wo Staus den Verkehr in der Region am stärksten ausbremsen

Brücken sind das Nadelöhr

Rhein-Neckar.Eine Studie im Auftrag des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN) sowie der beiden IHKs Rhein-Neckar und Pfalz dokumentiert nun, was die Pendler und der Lieferverkehr seit Jahren aus Erfahrung wissen: Der rheinübergreifende Verkehr zwischen Mannheim und Ludwigshafen ist das Nadelöhr in der Region. Hier brauchen die Autofahrer in den Spitzenzeiten morgens bis zu 72 Prozent und abends sogar bis zu 93 Prozent länger, als dies bei freien Straßen der Fall wäre.

Die Studie der Firma Inovaplan hatte im Februar den Straßenverkehr im Bezug auf die Verluste der Reisezeiten im Verlauf der Wochentage und Tageszeiten untersucht. Demnach sind auch nicht die Brücken das Problem, sondern die Verkehrsabflüsse. Deshalb schafft die Kurt-Schumacher -Brücke nicht einmal die Kapazität einer zweispurigen Straße, die Konrad-Adenauer macht schon früher als eine normale einspurige Straße schlapp.

Der VRRN kauft nun Mobilitätsdaten von Autos aus verschiedenen Lockdown-Zeiten, um die Daten vergleichen zu können. Die Studie ist Basis für das Verkehrsrechenmodell der Metropolregion, das Ende 2021 zur Verfügung stehen soll. bjz

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