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Pandemie-Bekämpfung Kanzlerin Merkel betont, niemand werde gezwungen / Entsetzen über Ausschreitungen in Leipzig

Bund und Länder planen Impfungen

Archivartikel

Berlin/Leipzig/Mannheim.Deutschland bereitet sich in der Corona-Pandemie auf die Verteilung und Lagerung von dringend erwarteten Impfstoffen und ihren flächendeckenden Einsatz im Land vor. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) machte deutlich, einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus zuerst für den Schutz des Gesundheitssystems einsetzen zu wollen. Die Bundeswehr will laut einem Medienbericht bei der Lagerung der Stoffe helfen.

Für Aufregung sorgten unterdessen Ausschreitungen bei einer Demonstration in Leipzig: Dort hatten am Samstag rund 20 000 Menschen aus ganz Deutschland gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung protestiert.

Auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen zur Versorgung mit Impfstoffen hatten sich die Gesundheitsminister der Länder und Bundesressortchef Jens Spahn (CDU) geeinigt. Der Beschluss sieht etwa vor, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert und die Länder Impfzentren einrichten.

Merkel betonte: „Niemand wird gezwungen werden, sich impfen zu lassen, sondern es ist eine freiwillige Entscheidung.“ Zentrale Aufgabe sei es, die Bevölkerung insgesamt immun gegen das Virus zu machen. Wenn 60 bis 70 Prozent immun seien – durch Impfung oder eine durchgestandene Infektion – sei das Virus „mehr oder weniger besiegt“.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen zuletzt bei 16 017 Fällen innerhalb eines Tages. Das waren rund 7000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor. In Mannheim kamen am Samstag 67 und am Sonntag 31 Neuinfektionen hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit weiter bei 151. 

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