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Corona-Krise Zahl der Infektionsfälle im Kreis Bergstraße um weitere acht auf jetzt 104 gestiegen / ZAKB erläutert Umgang mit Abfällen aus häuslicher Quarantäne

Bundestag beschließt historische Hilfen

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße.Der Bundestag hat am Mittwoch in der Corona-Krise ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.

Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen, allerdings sind nicht alle Gesetze zustimmungspflichtig. Konkret verabschiedete der Bundestag einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm für größere Firmen. Der Staat will in großem Umfang Garantien geben und notfalls wichtige Unternehmen auch ganz oder zum Teil verstaatlichen. Für kleine Firmen und Selbstständige soll es direkte Zuschüsse im Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro geben. Dazu wird derzeit an einer Bund-Länder-Vereinbarung gearbeitet, das Geld soll über die Länder ausgezahlt werden. Auch um dies zu finanzieren, beschloss der Bundestag einen Nachtragshaushalt. Das Finanzministerium rechnet mit Kosten von insgesamt mehr als 122 Milliarden Euro.

Im Kreis Bergstraße gibt es acht neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Insgesamt sind damit 104 Infektionsfälle bekannt. Demnach verteilen sich die Fälle in den 22 Kommunen derzeit folgendermaßen: Absteinach 2, Bensheim 12, Biblis 1, Birkenau 3, Bürstadt 5, Einhausen 3, Fürth 7, Gorxheimertal 1, Grasellenbach 4, Groß-Rohrheim 1, Heppenheim 6, Hirschhorn 1, Lampertheim 34, Lautertal 3, Lindenfels 0, Lorsch 5, Mörlenbach 0, Neckarsteinach 1, Rimbach 2, Viernheim 7, Wald-Michelbach 1 und Zwingenberg 5.

Insgesamt haben sich in Hessen mittlerweile 1909 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bestätigten Fälle lag am Mittwoch laut Angaben des Sozialministeriums um 292 Infizierte höher als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf sechs. Die Stadt Frankfurt meldete mit 212 Fällen die meisten Infizierten, gefolgt vom Landreis Groß-Gerau (118) sowie den Kreisen Limburg-Weilburg und Fulda (beide 110). Mit zehn Fällen die geringste Zahl wurden bislang im Werra-Meißner-Kreis registriert.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) weist im Zusammenhang mit Covid-19 auf Regeln zum Umgang mit Abfällen aus häuslicher Quarantäne hin. Grundlage dafür sind Vorgaben des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

Sämtliche Abfälle, die möglicherweise verseucht sein könnten, sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcken entsorgt werden. Das Einwerfen von beispielsweise losen Taschentüchern in eine Abfalltonne ist zu unterlassen.

Die Abfallsäcke sind anschließend durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Es ist darauf zu achten, dass mindestens drei Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle mehr in die jeweiligen Behälter beziehungsweise in den Gelben Sack geworfen werden.

Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert. red/dpa

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