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Pandemie Bundeswehr unterstützt Gesundheitsämter in der Metropolregion / Reserve der Soldaten wird noch einmal deutlich vergrößert

Corona-Kurve flacht offenbar ab

Archivartikel

Berlin/Mannheim.Mit 19 990 erfassten Neuinfektionen hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag einen neuen Höchstwert gemeldet – der Anstieg der Fallzahlen scheint sich aber etwas abzuflachen. Sowohl die Rate bundesweiter Neuansteckungen als auch die R-Werte liefern Anzeichen dafür, dass möglicherweise eine Trendumkehr bevorstehen könnte. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19 059 Fällen gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,81. Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Selbst bei einer Trendumkehr wird die Belastung der Kliniken zunächst aber wohl weiter zunehmen: Etwa zehn Tage dauert es nach Expertenangaben im Schnitt, bis Patienten mit Symptomen auf eine Intensivstation verlegt werden müssen. Beatmete Patienten bleiben dort meist mehrere Wochen. Tagesaktuelle Informationen über die Zahl der intensiv behandelten sowie beatmeten Covid-19-Patienten in der Region gibt es auf der Webseite dieser Redaktion unter morgenweb.de/corona.

Unterdessen unterstützen 30 Soldaten der 1. Kompanie des Panzerbataillons aus Hardheim das Gesundheitsamt Mannheim beim Einsatz gegen die Pandemie: in Vollzeit an sieben Tagen in der Woche. Der Einsatz der Bundeswehr in Mannheim ist aktuell bis Anfang Dezember befristet. Bei Bedarf will man aber verlängern – und weiteren Einsatz prüfen, sagte Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert am Donnerstag. Im Kreis Bergstraße sind beispielsweise 16 Soldaten und Soldatinnen im Corona-Einsatz, darunter sechs Sanitätssoldaten. Im Rhein-Neckar-Kreis sind es zehn Soldaten.

Für ganz Deutschland wird die Bundeswehr noch einmal weitere 1000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Krise bereithalten. Das Gesamtkontingent wachse damit bis spätestens Ende November auf 16 000 Männer und Frauen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag. dpa/mad/see

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