Thema des Tages

Katholische Kirche Frauen demonstrieren

Debatte über Reformen

Archivartikel

Ludwigshafen/Frankfurt.Mit Regionalkonferenzen in Ludwigshafen sowie Berlin, Dortmund, Frankfurt, und München ist am Freitag der „Synodale Weg“ als Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland fortgesetzt worden. „Corona verändert alles“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. „Das erleben wir im privaten Bereich, und das haben wir in der Kirche erlebt.“

Wegen der Corona-Pandemie konnte die für Anfang September in Frankfurt geplante Synodalversammlung nicht stattfinden. In Ludwigshafen wie in Frankfurt demonstrierten Mitglieder der Initiative Maria 2.0 für gleiche Rechte von Frauen in der Kirche. Karin Kortmann, die einzige Frau im Präsidium des „Synodalen Wegs“, betonte in Berlin: „Wir wissen, dass sich die Zukunft der Kirche an der Frauenfrage entscheiden wird.“ Sie erwarte, „dass wir wirkliche Schritte weitergehen und nicht in Jahrzehnten denken“.

In Ludwigshafen ging es ebenso um die Frage, ob Frauen geistliche Ämter ausüben können. Zudem wurden die Weiterentwicklung der katholischen Sexualmoral sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie erörtert. Sie habe die Krise der Kirche verschärft und gezeigt, dass sie nicht als „systemrelevant“ gelte, bedauerte Priester Klaus Leist aus dem Bistum Trier. dpa/pwr

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