Thema des Tages

Vergewaltigung Innenminister Strobl will Umgang mit straffälligen Syrern überprüfen

Debatte zu Abschiebestopp

Archivartikel

Freiburg.Wegen der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg stellt der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) den Abschiebestopp für straffällig gewordene Syrer infrage. Am Rande einer Veranstaltung in Stuttgart sagte Strobl auf die Frage, ob man die geltende Praxis überdenken müsse: „Ja.“ Im Fall der 18-Jährigen, die in Freiburg nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein soll, sitzen derzeit acht Verdächtige in Untersuchungshaft – sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher. Derzeit gibt es wegen eines Beschlusses der Innenministerkonferenz aufgrund des Bürgerkriegs grundsätzlich keine Abschiebungen nach Syrien. Unterdessen ist Strobls Ministerium in dem Fall in Erklärungsnot geraten: Gegen einen der Täter soll ein Haftbefehl wegen eines anderen Deliktes bestanden haben, der nicht vollstreckt wurde. bub/dpa