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Wein Auf den Tag genau vor 585 Jahren erstmals erwähnt

Der Riesling und der Klimawandel

Archivartikel

Hessen.Der Riesling ist die Rebsorte, die wie keine andere als Inbegriff für deutschen Weißwein steht. Heute auf den Tag genau vor 585 Jahren – am 13. März 1435 – wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Die erste bekannte Erwähnung befindet sich in einer Kellereiabrechnung, die sich heute im Hessischen Staatsarchiv in Marburg befindet. Darin hielt der Rüsselsheimer Amtmann Klaus Kleinfisch in der Grafschaft Katzenelnbogen die Ausgabe von 22 Schillingen für „seczreben riißlingen“, also Riesling-Setzreben, fest.

Allerdings könnten die Riesling-Reben Probleme bekommen, wenn der Klimawandel weiter voranschreitet. „Das Besondere am Riesling ist, dass er sich im Unterschied zu mediterranen Rebsorten schon bei eher niedrigen Temperaturen gut entwickelt“, erklärt Winzer Tesch.

In früheren Generationen habe es beim Lesezeitpunkt kein „zu spät“ gegeben. „Heute gibt es einen zu frühen, einen richtigen und einen zu späten Lesezeitpunkt.“ Bleiben die Trauben zu lange hängen, entstehen leicht Weine mit etwa 14 Prozent Volumenalkohol – „das darf nicht passieren, dann ist der Wein zu mächtig und verliert seinen Riesling-Charakter“. dpa

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