Thema des Tages

Leichtathletik Erfolgreiche deutsche EM-Starter in Berlin

DLV-Asse auf der Goldwelle

Berlin.Für die deutsche Leichtathletik sind die Europameisterschaften in Berlin ein Sommermärchen gewesen, das Olympia-Hoffnungen für Tokio 2020 weckt. „Es haben viele Dinge funktioniert, aber bei weitem nicht alles“, bilanzierte Idriss Gonschinska, der Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Da geht also noch mehr? 19 Medaillen (6 Gold/7 Silber/6 Bronze) hatten die DLV-Asse nach 48 Entscheidungen gesammelt. Seit der bis dato letzten Heim-EM 2002 in München (19) gab es nicht mehr so viele Plaketten. Den Heimvorteil haben viele der 125 DLV-Athleten im Olympiastadion nutzen können. „Am Tag X performen – das war unser Motto. Und davon ist sehr, sehr viel aufgegangen“, betonte Gonschinska.

Die vom DLV ausgeklügelte Dramaturgie des Erfolgs ist perfekt aufgegangen: Am Abschlusstag verteidigte Gesa Felicitas Krause ihren Titel über die 3000 Meter Hindernis. Die 4 x 100 Meter-Staffel der Frauen gewann Bronze. Bereits bis Samstag gab es an vier der fünf Wettkampf-Abenden Europameister in Schwarz-Rot-Gold: Thomas Röhler und Christin Hussong (beide Speerwurf) sowie Arthur Abele (Zehnkampf), Mateusz Przybylko (Hochsprung) und Malaika Mihambo (Weitsprung) feierten. „Das war einer der schönsten Leichtathletik-Tage, die wir erlebt haben“, schwärmte Gonschinska vom Super-Samstag mit den Gold-Sprüngen von Przybylko und Mihambo sowie Silber und Bronze durch das Diskus-Duo Nadine Müller und Shanice Craft. dpa