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Pandemie Wert der Infektionen pro 100 000 Einwohner liegt weiterhin über 20 / Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern verboten

Drei neue Corona-Fälle im Kreis

Bergstraße/Wiesbaden/Berlin.Im Kreis Bergstraße wurden am Montag drei neue Corona-Infektionsfälle nachgewiesen, zwei in Bensheim, einer in Viernheim, heißt es aus dem Landratsamt. Für die jeweiligen engen Kontaktpersonen werde wie üblich Quarantäne angeordnet. Insgesamt sind im Kreis seit Beginn der Pandemie 727 Infektionsfälle bekannt. In Bergsträßer Krankenhäusern werden zurzeit sechs Patienten mit bestätigten Infektionen sowie weitere sechs Patienten mit einer Verdachtskonstellation behandelt.

Der Inzidenz-Wert für den Kreis liegt der Mitteilung aus dem Landratsamt zufolge bei 21,81 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Damit ist der Wert gegenüber Sonntag wieder leicht gestiegen und bewegt sich unverändert über der Schwelle von 20. Damit gelten weiterhin verstärkte Kontrollen auf Einhaltung der Corona-Bestimmungen und ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen.

Das Caritasheim St. Elisabeth in Bensheim hob gestern die seit dem 29. September geltende gelockerte Besuchsregelung wieder auf. Vorerst sind bei jedem Bewohner wieder nur drei Besuche pro Woche erlaubt.

Sollten in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auftreten, sollen weitere Beschränkungen gelten. Der Kreis Bergstraße hat 270 489 Einwohner, deshalb liegt der Grenzwert für den Kreis bei 135 Neuinfektionen binnen sieben Tagen.

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Hessen auf 22 039 gestiegen. Das sind nach Angaben des Sozialministeriums in Wiesbaden von gestern (Stand 14 Uhr) 128 Fälle mehr als noch am Vortag.

Die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle in Hessen liegt bei 562 – und ist damit im Vergleich zum Vortag um zwei Fälle gestiegen.

15 000 Soldaten können mithelfen

Immer mehr Städte erlassen striktere Maßnahmen wie Sperrstunden und Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die kontrolliert werden sollen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich dafür ausgesprochen, dass Kommunen hoheitliche Aufgaben der Ordnungsämter auf private Sicherheitsunternehmen übertragen. „Die Ordnungsämter haben nicht genügend Kapazitäten für die dringend nötigen massenhaften Corona-Kontrollen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Bild“-Zeitung. Daher sollten zertifizierte private Sicherheitsunternehmen eingesetzt werden.

Und die täglichen Neuinfektionen stellen die Gesundheitsämter vor Herausforderungen. Städte können auf Soldaten der Bundeswehr oder Medizinstudenten zurückgreifen, um Kontaktpersonen von Infizierten zu finden. Bundesweit stehen 15 000 Soldaten parat, um im Notfall einzugreifen – es sind erst 1400 angefordert. red

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