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Neubau Konkretere Planung für Trasse Frankfurt-Mannheim

Drei Strecken: Bahn sucht besten Weg

Mannheim.Die Deutsche Bahn steigt in die konkrete Trassenfindung für die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim ein. Bei der jüngsten Sitzung des Beteiligungsforums für das Milliardenprojekt präsentierte der Schienenkonzern erstmals drei Varianten, wie der südliche Abschnitt der Strecke zwischen Lorsch und Mannheim verlaufen könnte. Bis Ende des Jahres will die Bahn daraus eine „Vorzugsvariante“ ableiten, die dann Grundlage für die anstehende Planfeststellung werden soll.

Die Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in Deutschland – für den Personen- genauso wie für den Güterverkehr. Über ihren Verlauf wird seit Jahren heftig diskutiert.

Die jetzt vorgestellten Varianten sehen eine weitgehende Bündelung der Neubaustrecke mit den Autobahnen 5 und 67 vor, ehe sie ab Lorsch in Richtung des nördlichen Mannheimer Stadtteils Waldhof geführt werden und hier auf die bestehende Riedbahn münden.

Die Prüfung der Varianten sei absolut ergebnisoffen, versprach gestern ein Vertreter der Bahn. Die dafür zugrunde gelegte Methodik werde man bei der nächsten Sitzung des Beteiligungsforums, in dem rund 100 Interessenvertreter der betroffenen Regionen sitzen, im April vorstellen, sagte er.

Kritik von Bürgerinitiativen

Fest stehe allerdings bereits, dass die Neubaustrecke in Mannheim-Waldhof ende. Für den Raum südlich davon sei deshalb die Einrichtung eines weiteren Beteiligungsforums vorgesehen. Beide Gremien sollen eng miteinander verzahnt werden. „Wir würden das trotzdem lieber als Gesamtprojekt sehen“, sagte Christoph Trinemeier, Leitender Direktor im Verband Region Rhein-Neckar. Auch Vertreter von Bürgerinitiativen kritisierten, dass die Auswirkungen auf das Mannheimer Stadtgebiet bei den bisherigen Überlegungen noch keine Rolle spielten. Ralf Eggert, unabhängiger Moderator des Beteiligungsforums, lobte dagegen, dass die Planungen endlich an Tempo zulegten.

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