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Ein klares Signal

Archivartikel

Das Polizeiwesen gehört laut Grundgesetz zur Gesetzgebung ausschließlich der Länder. So kommt es, dass jedes der 16 Bundesländer einen anderen Kurs bei der Ausstattung seiner Ordnungshüter mit Distanz-Elektroimpulsgeräten fährt. Blickt man auf die bisherigen Erfahrungen mit diesen Geräten und auf die zunehmenden Herausforderungen, denen die Polizei gegenübersteht, kann eine flächendeckende Einführung der Taser aber nur sinnvoll sein.

Landesregierungen, die ihren Beamten die Elektropistolen finanzieren, senden mit dieser Entscheidung ein deutliches Signal aus: Wir wollen unsere Polizisten besser vor tätlichen Angriffen schützen. Die Gewalt gegen Rettungskräfte hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Polizisten laufen mehr denn je bei jedem noch so harmlos klingenden Einsatz Gefahr, Leib und Leben zu riskieren. Pfefferspray und Gummiknüppel eignen sich nicht in jedem Fall zur Selbstverteidigung, es bleibt der Griff zur Dienstwaffe. Wer seine Pistole abfeuert, nimmt jedoch schlimmste Verletzungen seines Gegenübers und eine hohe seelische Belastung für sich selbst in Kauf. Hier bietet sich der Taser als personenstoppende, aber weniger gefährliche Lösung an.

Für die Beamten ist es ein Zeichen der Anerkennung, wenn sie zu ihrem Eigenschutz mit Distanz-Elektroimpulsgeräten ausgestattet werden. Eine Handvoll solcher Waffen pro Präsidium hat jedoch eher symbolischen als praktischen Wert.

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