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Friedenspreis Amartya Sen nennt Deutschland beispielhaft

Ein Lob für Merkels Politik

Frankfurt.Friedenspreisträger Amartya Sen hat den nationalen Weg vieler Länder kritisiert und zugleich die Politik von Angela Merkel als vorbildlich gelobt. Großbritannien spalte sich mit dem Brexit ab, die USA bauten eine Mauer, um Zuwanderung zu verhindern, und auch Länder wie Ungarn und Indien agierten zunehmend nationalistisch, sagte der 86-Jährige am Donnerstagabend bei einer Online-Pressekonferenz. Man sehe immer wieder Trennung und die globale Idee gehe verloren, dabei könnten die Länder voneinander lernen. „Der richtige Rahmen, um über Gerechtigkeit nachzudenken, ist global und nicht national.“

„Deutschland hat als sehr gutes Beispiel gezeigt, besonders unter der Führung von Angela Merkel, dass es sich selbst als einen Teil der Welt sieht und die Frage stellt, was kann Deutschland tun, um anderen Ländern zu helfen.“

Sen wird an diesem Sonntag zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse mit dem mit 25 000 Euro dotierten Friedenspreis ausgezeichnet. Die Laudatio in der Paulskirche hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. dpa

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